Im Gespräch: Dr. Inge Jens – Die Frau, die sich in Thomas Manns Schreibtisch verliebte

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Inge Jens gehörte mit ihrem Mann Walter Jens, Professor für Allgemeine Rhetorik und Begründer des gleichnamigen Seminars an der Universität Tübingen, zur intellektuellen Elite Deutschlands. 60 Jahre lebte sie an seiner Seite … und war doch immer eine selbstständig denkende Frau, die Literaturwissenschaften in Hamburg und Tübingen studiert hat.
Inge Jens ist heute 90 Jahre alt und hat den 2. Weltkrieg als junges Mädchen miterlebt. Nach einer Wartezeit bekam auch sie einen Studienplatz und promovierte in Literaturwissenschaften über den Expressionismus, der im Dritten Reich zur „Entarteteten Literatur“ gehörte. Dazu gab es so gut wie keine Sekundärliteratur. Schon hier und auch bei der Herausgabe des Briefwechsels zwischen Thomas Mann und Ernst Bertram bewährte sie sich als ausgezeichnete Rechercheurin und Herausgeberin. Auch mit dem Edieren der Tagebücher von Thomas Mann erlangte sie hohe Anerkennung. Der Nobelpreisträger sollte sie weiter begleiten. Ihre Biografie „Frau Thomas Mann“, Das Leben der Katharina Pringsheim, wurde zum Bestseller. Sie ist wie „Katias Mutter“ ein ausgezeichnetes Zeitzeugnis.
In späteren Jahren veröffentlichte sie ihre eigenen „Unvollständigen Erinnerungen“. Die Demenzerkrankung und den Tod ihres Mannes verarbeitete sie in „Langsames Entschwinden“. Es sind ausgewählte Briefe an Freunde, die in ihrer Chronologie die Leidensgeschichte ihres Mannes spiegeln. Inge Jens blickt heute im hohen Alter dankbar und lebensfroh auf ein erfülltes Leben zurück.

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