8.1.25 „Pilgererlebnis“ von Gerd Schinkel

Описание к видео 8.1.25 „Pilgererlebnis“ von Gerd Schinkel

Lied von ​⁠​⁠‪@GerdSchinkel‬

Der Pilger ist wegen angeblicher Vortäuschung einer
Straftat angezeigt worden, weil er eine Verletzung
öffentlich gemacht hat, die ihm bei einem Polizeieinsatz
durch Stiefeltritt ins Gesicht zugefügt worden ist. Das
allein ist schon schlimm genug. Er hatte allerdings auch
noch deutlich vorher daraufhingewiesen, dass er als
Inhaber eines Presseausweises dort, wo er durch den
Tritt verletzt wurde, seiner Arbeit als Pressevertreter
nachging.
Das wurde offenbar auch einem Beamten bewusst, der,
nachdem der Pilger am Boden lag, seine Ausweispapiere
kontrollierte und auf den Presseausweis stieß. Lautet die
Devise vielleicht, immer erstmal draufzuhauen oder zu
treten, egal was die Opfer sagen, um dann erst - quasi
upps - den Fehler zu merken und zu versuchen, den
Spieß mit einer Anzeige wegen angeblichen
Vortäuschens einer Straftat umzudrehen?
Am Donnerstag, 17. Januar wird der Fall in Opladen vor
Gericht verhandelt. Für die Zeit zwischen 10.10 Uhr und
13.10 Uhr wurde vor dem Gerichtsgebäude eine
Mahnwache angemeldet gegen Polizeigewalt und für

Pressefreiheit.
Der Liedertext:
PILGERERLEBNIS

Ist die Polizei im Einsatz, uniformiert und im Verband,
unterworfen den Befehlen, und die Knüppel bei der
Hand,
und die surren durch die Lüfte, und sie treffen ziemlich
hart
auf ein Ziel, das sie sich suchen, kommen sie so recht in
Fahrt
Refrain:
Nicht sein soll, was doch gewesen - - nicht gewesen,
was doch war?
Nicht geschehn, was man getan hat? - Nur bestritten
und doch wahr.
Ist die Polizei im Einsatz, uninformiert als Hundertschaft,
keineswegs zum Schutz der Bürger, auf Kampf dressiert,
in Saft und Kraft
wehe, wenn dies einer festhält, sichtbar, wenn es längst
vorbei,
denn es geht ja nicht vorüber, nicht mit dieser Polizei.
Einer der mit Mut gefilmt hat, festgehalten was geschah,
ist selbst ins Visier geraten, weil er als Zeuge lästig war:
Erst gegen den Kopf getreten, als er schon am Boden
lag,
und dann angezeigt als Täter, der zu widerstehn gewagt.

Im Vertraun auf Recht und Richter gegen Unrecht sich
gewehrt
selbst ins Fadenkreuz genommen: Täter Opfer
umgekehrt.
Wer beschuldigt wen mit Lüge? wer täuscht welche
Straftat vor?
Wer hat dafür welche Gründe? Wer ins Recht Vertraun
verlor?
Gibt's kein' Schutz für Pressearbeit, die durch Ausweis
klar belegt:
Polizei in Repressionswut auf Journalisten tritt und
schlägt.
So wie's war, sei's nicht gewesen - man sich frech ins
Fäustchen lacht,
wenn gelingt, dass man mit Absicht Presseleute
mundtot macht.
Wer bezeugen kann, im Weg ist, und wird vor Gericht
gezerrt.
dass er sich nicht mehr zu wehrn traut. Wird bestraft,
gar eingesperrt?
Wird der Rechtsstaat so zur Farce, der Polizeistaat
demaskiert?

Von Recht und Ordnung jedes Schwafeln damit seinen
Sinn verliert.
Liegt doch Sinn in der Methode, Friedhofsruhe zu
kreiern:
Untertanen einzuschüchtern, Widerspruch nicht zu
riskiern?
Du besser nicht wagen solltest, kommt Polizei vorm
Mund mit Schaum.
Bewegt sie sich - ist das der Nachweis? - sicher im
rechtsfreien Raum?
© 2024 Gerd Schinkel

Комментарии

Информация по комментариям в разработке