Liebe Mitmenschen, liebe Freunde, liebe Mitdenker (bitte wählen Sie das Geschlecht so wie Sie sich fühlen, mit und ohne körperliche Merkmale),
ein mehr oder weniger unerfreuliches Jahr geht zu Ende, hurra! Wir haben es überlebt und lassen uns die Zuversicht nicht nehmen.
In dem Sinne wünsche ich Ihnen für das neue Jahr 2025 zunächst einmal Gesundheit, damit Sie nicht so viel Zeit beim Arzt oder in den Krankenhäusern verbringen müssen. Ich weiß nicht, ob es Ihnen genauso geht, aber in meinem heutigen Alter von 88 Jahren spielt die Zeit eine entscheidende Rolle, insbesondere vergeht sie im Fluge und wird plötzlich knapp.
Die Menschen meiner Generation haben in Europa in der Vergangenheit dazu beigetragen, dass es uns heute so gut geht, auf wessen Kosten auch immer.
Im Altertum, Mittelalter und bis in die Neuzeit hinein, wären Leute meines Schlages wahrscheinlich als Sklaven oder in Leibeigenschaft gelandet und höchstens 50 Jahre alt geworden. Erst nachdem James Watt mit seiner Wärmekraftmaschine das Kunststück gelungen ist aus unordentlicher Wärmeenergie, ordentliche Bewegung zu zaubern und sich die Sklaverei dadurch nicht mehr lohnte. Die Maschinenarbeit wurde dadurch viel billiger als einen Sklaven zu ernähren. Religion hin, Moral her, erst dann wurde auch von Philosophen diese Verbrechen an der Menschlichkeit gebrandmarkt.
Aber trotzdem hinderte das die Europäer und später auch die Nordamerikaner weiterhin nicht daran, die heute sogenannten Dritte-Welt-Länder mit einem ausbeuterischen Kolonialismus zu überziehen.
Ich bin als Optimist kein Wahrsager für nur negative Entwicklungen, aber mittlerweile schlagen diese Länder zurück. Unter der Oberleitung von China und Russland haben sich die sog. BRICS-Länder gebildet. Nicht nur Brasilien, Indonesien und Indien haben sich zusammengeschlossen, sondern mittlerweile schon über 20 Entwicklungsländer, die sich immer skeptischer gegenüber uns, den Europäern gebärden. Wohlstand, Wissenschaft und Technologie in diesem Teil der Welt wird eher skeptisch betrachtet, wenn viele andere Länder Hunger leiden. Nicht zu sprechen von den vielen Flüchtlingswellen. Jetzt zeichnet sich eine Möglichkeit ab, dass auch diese Armen und Schwellenländer in Augenhöhe mit uns eine Chance bekommen durch regeneratives Wirtschaftswachstum von den Almosen der bisherigen Entwicklungshilfe unabhängig zu werden. Sie haben einen großen Vorteil, was bisher eher als Nachteil galt. Die Klimarettung funktioniert nur dann, wenn es uns gelingt, die Energie der Sonne für die Menschheit stärker technisch nutzbar zu machen. Die Photovoltaik, d.h. die Energie der Sonne direkt in elektrischen Strom umzuwandeln, ist in etwa 6000 KM um den Äquator herum (hier liegen fast alle Dritte-Welt-Länder) viel effizienter umzusetzen als zum Beispiel in unseren Breiten in denen die meisten reichen Industrieländer zu Hause sind. Deswegen kann nur eine globale Strategie zur Klimarettung führen.
Das hat sich aber noch nicht in Europa herumgesprochen. Seitdem das Wissen um die Klimakatastrophe auch die Politik erreicht hat, wurden in Klimakonferenzen erstaunliche Ziele gesetzt. Die Erkenntnis, dass die extreme fossile Energienutzung der Industrieländer in der Atmosphäre das Klimagas C02 so angehäuft hat, dass die Durchschnittstemperatur der Erde immer weiter steigt. Das hat zum Beispiel 2015 bei der entscheidenden Weltklimakonferenz in Paris dazu geführt, dass in Zukunft das Freisetzen von Kohlendioxid generell gestoppt werden muss. Koste es, was wolle. Nebenwirkungen und Risiken auf die Entwicklung der Volkswirtschaft wurden völlig unterdrückt. Da stimmt etwas nicht mit der Logik. Wenn man ein Problem lösen möchte, dann muss die Ursache beseitigt werden und nicht die Folge. Die Ursache ist der extreme Verbrauch von fossiler Energie, nicht unbedingt CO2. Wieso hat man da nicht entschieden, dass wenigstens für das ominöse Jahr 2050 die Verwendung von fossiler Energie verboten werden müsste. Mag sein, dass man es für unmöglich hielt, den zunehmenden Energiebedarf unseres Globus auf regenerative Energie umzustellen. Aber dies ist die Voraussetzung für ein Gelingen der Klimarettung.
Und nicht die sog. Dekarbonisierung! Keinem ist der Widerspruch aufgefallen, dass derzeit noch nie so viel fossile Energie aus der Erde gefördert wurde, wie derzeit. Man erkläre mir bitte die Logik, die dahinter steckt, wenn bei uns die Ideologie entstanden ist, dass die Freisetzung jedes C02-Moleküls verhindert werden soll. Bei Anwendung jedes Kilogramms fossiler Energie entstehen Unmengen an C02. Sowas sollten und können wir Deutschen bei akzeptablen Energiepreisen nicht abfangen. Aber, wir Deutschen sind päpstlicher als der Papst, gewöhnt Grenzwerte einzuhalten und die Regierung hat das sinnlos zur Ideologie erkoren. Die Dekarbonisierung ist letztlich dafür verantwortlich, dass unsere Industrie abwandert. Denn alles rund um Energie wird zu teuer. Es ist nicht die Konjunktur, die derzeit die großen Probleme macht, sondern es reicht viel tiefer.
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