10 Jahre Leben für Streuner e.V. – Eine Reise zwischen Herzblut und Realität
Zehn Jahre gibt es unseren Verein Leben für Streuner e.V. nun schon.
Vor zehn Jahren sind wir gestartet – mit nichts als einer tiefen Intuition und dem Wunsch, Tieren zu helfen. Wir kamen aus unterschiedlichen Richtungen, manche mit Erfahrungen aus Rumänien, andere mit eigenen Tierschutzgeschichten. Wir hatten Herz, Idealismus – und wir waren naiv. Blauäugig vielleicht. Aber voller Überzeugung.
Wir wurden gleich zu Beginn von einem anderen Verein über den Tisch gezogen. Wir haben Lehrgeld bezahlt. Viel Lehrgeld. Wir dachten damals, im Tierschutz seien alle Menschen gut. Dass jeder dasselbe Ziel verfolgt. Dass Mitgefühl automatisch Ehrlichkeit bedeutet. Leider mussten wir lernen: Das stimmt nicht.
Wir haben in diesen zehn Jahren nicht nur wunderbare Menschen kennengelernt, sondern auch Narzissten. Betrüger. Menschen, die manipulieren, täuschen, ausnutzen. Menschen, bei denen es nie um Tiere ging, sondern um Macht, Geld oder Selbstdarstellung. Es ist kaum vorstellbar, was es alles gibt – bis man selbst mittendrin steckt.
Wenn wir heute zurückblicken, wissen wir: Ja, wir waren naiv. Wir hatten keine Ahnung vom Vereinsrecht, keine Erfahrung mit Strukturen, keine Schutzmechanismen. Wir ließen uns belügen, hinters Licht führen. Aber genau durch diese Erfahrungen sind wir gewachsen. Nur so wächst man.
Unser Antrieb war und ist immer derselbe geblieben: Wir wollen Tieren helfen.
Und dafür haben wir alles gegeben. Über Jahre hinweg. Neben Beruf, Familie, eigenen Sorgen und Problemen. Jeden einzelnen Tag haben wir berichtet, organisiert, gerettet, vermittelt, diskutiert, gekämpft. Wir haben Herzblut investiert – nicht nur ein bisschen, sondern unser ganzes.
Wir könnten unzählige Geschichten erzählen. Von Tieren, die wir aus schlimmsten Situationen geholt haben. Von Augen, die wieder Hoffnung bekamen. Von Leben, die sich komplett verändert haben. Diese Geschichten waren immer unser Motor. Immer wieder.
Und dennoch mussten wir nach zehn Jahren auch ein ehrliches Resümee ziehen:
Das Leid der Tiere ist unfassbar groß. Unfassbar. Und es ist überall – nicht nur im Ausland, sondern auch hier in Deutschland.
Doch so sehr uns das Tierleid erschüttert – was uns oft noch mehr zusetzt, sind die Menschen dahinter. Der Mensch ist so oft das Problem. Nicht alle. Aber genug, um Wunden zu hinterlassen.
Und trotzdem.
Es gibt sie – die vielen Guten. Die, die geblieben sind. Die, die uns in Hochs und Tiefs begleitet haben. Die, die uns getragen haben, wenn wir selbst nicht mehr konnten. Die, die ehrlich helfen, ohne Eigennutz. Die, die einfach da sind.
Heute möchten wir Danke sagen.
Danke an jeden einzelnen Menschen, der uns in diesen zehn Jahren unterstützt hat.
Danke an unser Team, das auch in stürmischen Zeiten standgehalten hat.
Danke an die, die neu dazugekommen sind und an die, die nie gegangen sind.
Stürmische Zeiten wird es immer wieder geben. Das wissen wir inzwischen. Aber eines ist gewiss: Wir handeln immer im Sinne der Tiere.
Und an alle, die darüber nachdenken, selbst einen Verein zu gründen – egal ob für Tiere oder Menschen – möchten wir sagen: Geht diesen Weg, wenn euer Herz euch ruft. Aber geht ihn nicht blind. Schaut genau hin. Lernt die Menschen wirklich kennen. Lasst euch nicht täuschen. Lasst euch von niemandem blenden. Es gibt unfassbar böse Menschen – aber auch unglaublich viele gute.
Bewahrt euch euer Herz.
Aber verliert nicht euren Verstand.
Zehn Jahre Leben für Streuner e.V. – geprägt von Naivität, Wachstum, Schmerz, Dankbarkeit und unerschütterlicher Liebe zu den Tieren.
Und wir würden es – trotz allem – wieder tun.
Danke für eure Treue🩷
www.leben-fuer-streuner.com
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