Reiseklänge (118) – Landkreis Goslar (GS)
Vorläuten eines Gottesdienstes am Sonntagabend mit allen drei Glocken der evangelisch-lutherischen St.-Nikolai-Kirche in Altenau, eine ehemalige freie Bergstadt im Harz, Bestandteil der Ortschaft Altenau-Schulenberg im Oberharz innerhalb der Bergstadt Clausthal-Zellerfeld, welches wiederum im niedersächsischem Landkreis Goslar liegt. Das Einläuten geschah ebenfalls mit allen Glocken, aber zu dieser Zeit der Glockenaufzeichner an der nahen Bushaltestelle auf den letzten Bus des Sonntags wartete, der ihn wieder nach Goslar zurück bringen sollte und von dort es wieder heimwärts mit dem Zug ging.
Die Aufnahme beginnt mit dem 17-Uhr-Viertelstunden- und Stundenschlägen und anschließenden 17.30-Uhr-Halbstundenschlägen, ehe das erwähnte Vorgeläut einsetzt. Das sich die Läuteglocken nicht im Kirchturm der erwähnten Kirche befanden, stellte er erst nach Einsetzen des Geläuts fest und es anschließend die Treppenstufen auf den Berg hochging, auf dem der ca. 70 m entfernte Holzglockenturm ähnlich wie die Glockentürme von Kirchen z.B. in Bad Lauterberg, St. Andreasberg und anderen Bergorten steht, damit das Geläut überall im Tal gehört werden kann.
Zu den Kirchturm und externen Glockenturm laut Wikipedia:
Das Kirchengebäude selbst ist mit einem zunächst mit Schiefer verkleideten Uhrturm ausgestattet, der 1735 gebaut worden war und mit offener Laterne sowie Welscher Haube aus Blei versehen ist. Der Uhrturm verfügt über ein Uhrwerk der Firma Weule aus Bockenem von 1902, das seit 1964 elektrifiziert ist. Auf dem Uhrturm befindet sich eine Wetterfahne, die ebenfalls aus dem Jahr 1642 stammt. Neben der Inschrift zeigt die Wetterfahne eine Meerjungfrau und Christus auf der Spitze.
Der große Knauf wurde 1870 vom Zellerfelder Louis Diezel neu angefertigt und wurde in den Jahren 1910, 1956 und 1984 zusammen mit Kugeln, Ziffernblatt und Zeiger erneuert
Aufgrund des umwundenen Tales, in dem Altenau liegt, gab es Zweifel, ob Glocken vom Standort der Kirche aus in der ganzen Stadt zu hören sind. Daher baute man 1648 ein separates Glockenhaus etwa hundert Meter entfernt auf dem Glockenberg. 1806 erfolgte ein Neubau an selber Stelle. Das Glockenhaus hat drei Läutglocken. Die erste Glocke wurde 1603 genannt.
1644 kaufte die Kirchengemeinde in Braunschweig für 195 Reichstaler eine neue Glocke, die 1806, 1849 und 1873 umgegossen wurde. Diese Glocke musste zur Einschmelzung für Rüstungszwecke 1917 abgegeben werden. Eine weitere Glocke aus Bronze wurde 1693 von Nikolaus Greve in Hannover hergestellt und in den 1670er Jahren angegossen. Sie trug auf der Vorderseite die Inschrift:
Im ersten Jahr anno 1693 der Regierung Ernst Augusti zu Braunsch. und Lüneb. Bischof zu Osnabrück ist diese Glocke gegossen von RIC. Greven in Hannover. Und auf der Rückseite die Namen: Bernhard Bertram, Pastor. Henrich Hintrichs, Richter. Hans Georg Mengler und Jul. Schlamilch.
1921 wurden die Glocken durch zwei, jeweils sechs und Zwölf Zentner schwere Klanggussglocken der Firma Schilling & Lattermann aus Apolda ersetzt. Die größere Glocke trug die Inschrift: In eiserner Zeit -1921", und die kleinere Glocke: Dem Frieden geweiht -1921". Eine Schlagglocke von 1735 wurde 1942 für Rüstungszwecke eingeschmolzen.
Der jetzige Bestand gliedert sich in drei Läutglocken im Glockenhaus in den Tönen h1 (Bronze, Gießjahr 1962 von Friedrich Wilhelm Schilling, Heidelberg); cis2 (Bronze, Gießjahr 1961, Friedrich Wilhelm Schilling, Heidelberg); e2 (Bronze, Gießjahr 1982, Glockengießerei Heidelberg) sowie zwei Schlagglocken in der Laterne des Uhrenturmes in den Tönen f2 (Bronze, Gießjahr 1950) sowie b2 (Gießjahr 1735, Peter Johann Gretel, Braunschweig). Der Zugang zum Uhrturm befindet sich auf der Orgelempore. Seit 1964 werden die Glocken elektrisch geläutet.
Zur wirklich interessanten und umfangreichen Geschichte der 1669 errichteten Altenauer St.-Nikolai-Kirche und deren Vorgängergebäude hier mangels verfügbaren Platz nur auf die folgenden Links verwiesen werden kann, wo dieses nachzulesen ist:
https://de.wikipedia.org/wiki/St._Nik...)
https://kirche-altenau.wir-e.de/auszu...
https://kirchengemeindelexikon.de/ein...
(Benutzte Quellen: Wikipedia)
Aufgenommen am 19. Januar 2025 mit einem ZOOM H1 Handy Recorder und mit eigenen Fotos ergänzt.
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