24.12. Zauber des Lebens - Eine besondere Reise durch den Advent
Die letzte Etappe
Nun stehe ich endlich hier. Hier an meinem Ziel. Jeden Tag komme ich hierher, doch heute habe ich lange gebraucht. Heute, wo plötzlich alles andere unwichtig geworden war und an einem Tag mit einer grenzenlosen Gedankenwelt, die mich begleitet hat. Genau das war genau richtig. Heute am Heiligen Abend. Weihnachten. Endlich bin ich angekommen und stehe vor dir hier. Oh, wie sehr fehlst du mir. Wie sehr vermisse ich dich. Du, mein geliebter Mensch. Ich zünde eine Kerze an, ganz besonders heute fehlst du mir sehr. Nie konnte ich mir vorstellen, ohne dich zu sein und doch hat sich der Kreislauf des Lebens erfüllt. Der Kreislauf des Lebens, der sich so sichtbar macht in der Geburt und des Sterbens. Du bist Teil meiner Gedanken, meines Lebens und doch lasse ich dich in Frieden ruhen, wie du es dir verdient hast. Besonders heute bist du mir sehr nah und auf dem Weg hast du mir vieles gezeigt. Dieses Licht brennt für dich und zeigt, wie wertvoll du für diese Welt und für mich warst. Ein kleiner Christbaum schmückt dein Grab. Ich hoffe, dein Tot-Sein ist so, wie du dir zu Lebzeiten DEINEN Himmel vorgestellt hast. Ich habe dir ein kleines Foto mitgebracht, das lege ich dazu. Ich singe für dich, ich bete für dich, ich spreche mit dir. Ich denke daran, wie es damals war; damals, als ich noch ein Kind war. Weihnachten war für mich eine Zeit voller Zauber und Magie und viel zu kurz war die Zeit mit den besonderen Weihnachtsklängen und -liedern. Viel zu kurz war die Zeit der Ruhe und der besonderen Besinnlichkeit. Nie habe ich die Hoffnung stärker gespürt als am heiligen Abend. Es war ein ganz besonderer Tag. Auch heute wird es DAS sein, weil der besondere Zauber der Weihnacht nie endet, wenn wir es zulassen. Das LICHT, die HOFFNUNG ist da!
Plötzlich spüre ich auf meiner Schulter eine Hand. Oh, ja, diese Hand kenne ich. Mir wird ganz warm ums Herz. Ich drehe mich um und erkenne die große Liebe meines Lebens. Wir umarmen uns innig. „Ich habe auf dich gewartet“, wird mir sanft zugeflüstert. „Ich dachte, es sei besser, dich heute hier abzuholen.“ Du kennst mich wirklich, denke ich mir. Dieses starke Gefühl der innigen Liebe und Verbundenheit ist unbeschreiblich. Ich nehme noch einen besonderen Zweig, den ich hier sehe, mit, damit ich diesen zu unserem geschmückten Baum im Kreise der Familie dazulegen kann. „Wie war deine heutige Reise?“, werde ich gefragt und ich weiß, dass ich nichts zu sagen brauche, da dieser Mensch alles in meinen Augen erkennen kann.
Die verschiedenen Zauber dieser Reise werden erfüllt im Zauber des Lebens, umhüllt von der stärksten Kraft, die es überhaupt gibt und ohne die das Leben unmöglich ist – der Liebe.
(c) Monika Hirschböck
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