Und die Rage Bait hat es von den USA zu uns rüber geschafft, yay! Frauen wollen jetzt angeblich lieber einem Mann als einem Bären begegnen im Wald, hmm... kay...
Die ganze Diskussion stammt aus der Hypothese, dass Männer seien wie eine Schachtel Pralinen, in der manche vergiftet wären, und deswegen könne man sich ja die restlichen nicht entspannt geben, sondern lebe in konstanter Angst.
Ich sage: Das nennt man Neurose.
So durchs Leben zu gehen ist nicht nur behandlungswürdig, sondern auch sozial unverantwortlich. Unsere Gesellschaft braucht Männer. Ohne sie würde sie zusammenbrechen, wortwörtlich.
Die Realität ist: Die meisten Menschen kapieren nur nicht, dass sie an ihrem Leben hängen bis zum Schluss. Diese Aussage, einfach zu behaupten, man würde lieber mal schnell gefressen werden offenbart das, und viel Naivität. Du wirst von einem Bären nicht kurz und schmerzlos beendet, sondern langsam und qualvoll. Aber auch das reicht manchen nicht als Argument, denn Männer können ja so viele schlimmere Dinge mit einem machen.
Wirklich? Das bedeutet aber doch im Umkehrschluss, dass das Schlimmste nicht wäre, sein Leben zu verlieren. Sondern evlt. ein Trauma zu erleben. Also ich finde das ehrlich gesagt wahnsinnig frauenverachtend und anmaßend. Denn wenn man so etwas impliziert, dann heißt das auch, dass man Überlebenden von tätlichen Angriffen abspricht, dass ihr Leben danach noch etwas wert sei. Oder meint ihr, die laufen dann alle völlig traumatisiert rum und sind bis ans Ende ihres Lebens zerstörte Exsistenzen, die sich alle, in ihrer Gesamtheit wünschen, der Typ hätte es doch lieber komplett durchgezogen oder was?
Wie krank ist das bitte? Genauso ekelhaft und weltfremd wie die Vorstellung, dass man in der Realität, jenseits von Social Media, dann weniger Angst vor Bären hätte. Ich glaube ehrlich gesagt, jede dieser Frauen würde sich beim Anblick eines sich auf die Hinterläufe aufbauenden Grizzlys komplett in die Hose machen. Immerhin tun das sogar erwachsene Männer. Aber vor denen habt ihr Idiotinnen ja mehr Angst.
Meine Erfahrung ist, dass die meisten Opfer sehr froh sind, wenn sie eine Gewalttat überleben, und zwar auch wenn diese noch so schlimm war. Der Grund ist der menschliche Überlebenswille. Eine Eigenschaft, die unsere Resilienz fördert, und die im Übrigen auch wichtig ist, um sonst ein erfülltes Leben zu führen.
Wer permanent in Angst herumläuft oder sich bei jeder nur erdenklichen Situation in die Opferrolle stecken will, um bloß nicht durch die Argumente anderer Leute mal den eigenen Horizont zu erweitern, der lebt nicht sondern vegetiert vor sich hin.
Die ganze Chose hat auch keine Berechtigung als Meme zu dienen, oder als Metapher. Ja, wir haben es kapiert, einige Männer sind scheiße. Aber mit dieser Logik könntet ihr auch racial proflling rechtfertigen oder andere ekelhafte Vorurteile, die ihr sonst ablehnt. Dieser Pralinenvergleich ist einfach nur unglaublich primitiv. Männerhass ist nicht feministisch, es ist trotzig und kindisch. Das ganze Thema ist weltfremd, dumm und absurd. Ich hoffe, dass dieser Schwachsinn bald abebbt, aber es kann immerhin ein guter Einstieg sein, um diese "Not all men"-Aussage, die völlig richtig und noch gar nicht weitgehend genug ist (denn das Geschlecht sollte hier nicht mal vorkommen - "not all humans!") zu bekräftgen und wieder drüber zu reden, warum manche Leute einfach hassen wollen statt zuzuhören.
CONTENT
0:00 Intro
0:53 Schwafel Schwafel über mein neues Keyboard
2:36 Neues Stream Layout
3:57 Formel des Tages: Konitnuitätsgleichung
6:44 Los geht's! Video Nr. 1 (Straßenumfrage des Grauens)
14:52 Video Nr. 2 (Heulen für Clicks)
25:36 Video Nr. 3 (Jonas Wuttke wird hat gedisst für sein Bären-Statement)
LINKS
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QUELLEN:
Slavoj Zizek: • Slavoj Žižek tells a joke (Albanians)
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Reaktion auf Jonas Wuttke: https://www.tiktok.com/@frauloewenher...
Bears after they... https://www.tiktok.com/@fackyouinchin...
Fanny van Dannen: • Funny van Dannen - Lesbische, Schwarze, Be...
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