Luxus-Offroader ohne Kompromisse: 5 Dinge, die den Xbull 7,40m Sprinter zum ultimativen Expeditionsmobil machen
Wenn Größe auf Gelände trifft
Wer die CMT besucht, sucht oft nach dem Unmöglichen: dem perfekten Spagat zwischen maximalem Wohnkomfort und echter Offroad-Kompetenz. Der Xbull auf Basis des Mercedes Sprinter ist die Antwort auf dieses Paradoxon. Während die Branche oft bei der 6- oder 7-Meter-Marke haltmacht, nutzt Firmengründer Heiko die 7,40 m Variante des Sprinters – das längste verfügbare Chassis – und verwandelt es in ein hochfunktionales Raumwunder. Mit einer stattlichen Höhe von knapp 3 Metern und einem konsequenten „No-Compromise“-Ausbau setzt dieses Fahrzeug neue Maßstäbe für Familien, die das Abenteuer suchen, ohne auf das Ambiente eines High-End-Appartements zu verzichten. Es ist die technische Perfektion eines Grundrisses, der jeden Quadratzentimeter "maximal ausnutzt".
2. Das Reifen-Paradoxon: Von Zwillingen zu Singles
Die technische Basis des Xbull ist ein 5-Tonner, der ab Werk mit Zwillingsbereifung an der Hinterachse ausgeliefert wird. Doch für echte Expeditionen ist das ein Hindernis. Xbull rüstet das Fahrwerk daher auf Singlebereifung um – ein technischer Kraftakt, der die Geländegängigkeit massiv steigert. Heiko erklärt die Notwendigkeit dieses Umbaus gewohnt präzise:
„Wenn du im Gelände fährst, da hat halt ein Zwillingsbereif immer der Nachteil, dass wenn du Schotter fährst, dass ich ein Stein zwischen die Räder drücken kann und dann fangen die an sich aufzureiben und gehen dann halt kaputt.“
Um die enorme Traglast ohne die Doppelräder zu halten, kommen spezielle, breite Felgen aus den USA zum Einsatz. Während dort Reifen mit einem Index von 128 die vollen 5,5 Tonnen stützen, wird die Hinterachse in Deutschland aufgrund der verfügbaren Reifen (Traglastindex 121) auf 2,9 Tonnen abgelastet. Das Entscheidende für den Nutzer: In dieser Konfiguration verbleibt eine „Ready-to-travel“-Zuladung von beachtlichen 300 bis 400 kg – und zwar bereits nach Abzug von zwei Personen sowie vollen Wasser- und Dieseltanks. Wer hingegen auf Asphalt bleibt, kann bei der Zwillingsbereifung bleiben und profitiert von satten 800 kg Zuladung.
3. High-End-Interieur: Warme Füße und Materialästhetik
Das Heizkonzept im Xbull folgt einer klaren Philosophie: maximaler Komfort bei extremsten Bedingungen. Das Herzstück ist das Timberline-System, ein Glykol-Heizkreislauf, der die Wärme gleichmäßig im Fahrzeug verteilt. Die Kombination aus Luftwärmetauschern und einer wassergeführten Fußbodenheizung macht das Reisen selbst bei getesteten -25 Grad zum Barfuß-Erlebnis.
Dabei beweist Xbull ein Auge für Ästhetik und Langlebigkeit: Im Innenraum wurde gebürstetes Echtholzparkett verlegt, das ursprünglich für den harten Einsatz im Ladenbau konzipiert wurde – robust genug für Wanderstiefel, aber optisch auf First-Class-Niveau. Dieser Anspruch setzt sich im Bad fort: Hier kommt Seenosan zum Einsatz, ein innovatives Oberflächenmaterial, das nicht nur edel wirkt, sondern extrem „dankbar“ ist, da es kaum Wasserflecken annimmt. Als technisches Highlight lässt sich sogar die Bodenplatte des Akta-Dachzelts über ein separates Ventil beheizen, was den Schlafplatz in der ersten Etage zur Ganzjahres-Option macht.
4. Autarkie 2.0: Die Diesel-Wasser-Strategie
Xbull verabschiedet sich konsequent vom Gas. Gekocht wird standardmäßig auf einem Induktionsfeld, ergänzt durch einen elektrischen Backofen. Diese „All-Electric“-Strategie wird durch eine enorme Batteriekapazität von bis zu 800 Ah Lithium und leistungsstarke Solarpaneele auf dem Dachzelt ermöglicht. Das Ziel ist die Vereinfachung: Heizung, Warmwasser und Antrieb nutzen ausschließlich Diesel. Mit dieser Konfiguration erreicht das Fahrzeug eine Autarkie von etwa einer Woche.
Dass hier Ingenieure am Werk waren, zeigen die Details: Der Kühlschrank verfügt über einen Zwei-Wege-Anschlag und ist somit sowohl vom Innenraum als auch von draußen bequem erreichbar. Die Dunstabzugshaube in der Küche ist kein einfacher Umluftfilter, sondern ein echtes Abluftsystem, das Kochschwaden direkt durch das Dachträgersystem nach außen leitet.
5. Die Vertikale: Dachterrasse und intelligentes Bad-Design
Das Wohnkonzept nutzt die Höhe des Sprinters meisterhaft aus. In 2,98 m Höhe bietet eine Dachterrasse mit stabilen Rückenstützen einen „Zeltplatz-Vibe“ mit unvergleichlicher Aussicht. Für Sicherheit sorgt ein cleverer Kletterschutz an der Außentreppe, der unbefugtes Aufsteigen verhindert. Das Akta-Dachzelt bietet dank einer 10 cm starken Matratze echten Schlafkomfort und ist über zwei verschiedene Luken zugänglich: Eine „Eltern-Luke“ direkt über dem Heckbett für den Blick in die Sterne und eine separate „Kinder-Luke“ am Fußende, die direkt zum Bad führt.
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