"Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn." (Mt 25,18)
Oft verstehen wir unter Talenten nur diese Fähigkeiten,
die uns zu Erfolg, Anerkennung und Reichtum führen.
Doch es gibt auch andere Talente, die sogenannten Kreuze,
die uns innerlich in der Liebe reifen lassen
und großartige Früchte für die Ewigkeit hervorbringen.
So dürfen wir mit den Augen Jesu auf unser Leben schauen und erkennen,
dass die schmerzvollen Talente Chancen der Bekehrung und Heiligung sind.
Wenn wir diese dunklen Talente, sprich Kreuze, annehmen,
dann wandeln sie uns innerlich um und lösen in uns tiefe Freude aus,
weil wir diese Gaben Gottes nicht vergraben oder zurückweisen.
Ein bewegendes Beispiel ist das Zeugnis der hl. Bernadette,
die in Lourdes die Muttergottes sehen durfte. Sie schreibt:
„Für die Armut, in der Mama und Papa lebten;
dafür, dass uns nichts gelang; für den Niedergang der Mühle;
dafür, dass ich die Kinder beaufsichtigen musste, die Schafe hüten;
für das dauernde Erschöpftsein… danke ich Dir, Jesus!
Für die Tage, an denen du kamst, Maria, und für die, an denen Du nicht kamst, Ich werde das nicht vergelten können, als nur im Paradies.
Aber auch für den erhaltenen Backenstreich, den Hohn,
die Beleidigungen; für jene, die mich für verwirrt hielten;
für die, die mich des Betruges bezichtigten; für solche,
die mich beschuldigten, ein Geschäft zu machen… - danke ich Dir, Mutter!
Ich danke Dir, denn wenn auf Erden ein Kind mit größerer Unwissenheit
und Dummheit wäre, hättest Du das ausgesucht…!
Ich danke dir für das Herz, das Du mir gabst, so zart und empfindsam,
und das Du mit Bitterkeit überfüllt hast…! Dafür,
dass Mutter Josephine bekanntmachte, dass ich mich zu nichts eigne, danke…
Ich danke dafür, dass ich die Privilegierte war in der Maßregelung meiner Fehler, so dass andere Schwestern sagten: Wie gut, dass ich nicht Bernadette bin!
Für den Leib, den Du mir gabst, des Mitleids würdig, faulend…
für die Krankheit, beißend wie Feuer und Rauch;
für meine morschen Knochen, für Schweiß und Fieber,
für stumpfe und scharfe Schmerzen… ich danke Dir, mein Gott!
Und für die Seele, die Du mir gabst, für die Wüste der inneren Trockenheit,
für deine Nächte und Deine Blitze,
für Dein Schweigen und Deinen Donnerschlag,
für alles, Für Dich, wenn Du zugegen warst
und wenn Du fehltest – danke Dir, Jesus!“
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