Kabarettistisches Lied
mit Quartettgesang, Orchester und Harmonika –
aus der Posse „Extrablätter“ (Heitere Bilder aus ernster Zeit)
von Walter Kollo - Text von Rudolf Schanzer und Heinz Gordon - - Text:
*
Richtig ist der Krieg gekommen,
na, so mach' mer halt Mobil -
Sonntag wird noch Abschied g´nommen,
dann wird auszog´n das Zivil.
Und dann geh´n mer zum Kommander,
und dann krieg´n mer unser G´wehr,
dann marschier´n mer mitananda
hinter unser'm Rupprecht her.
Uns´re Maderln, die werd´n schau'n,
wenn vorüberzieh'n die Buam - -
||: In der schönen, in der neuen,
in der neuen, in der grauen,
in der schönen, in der neuen grauen Felduniform. :||
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Auf der Seitn tragn mir d' Flaschen
und am Buckel unser Bett,
die Patronen in der Taschn
und am G'wehr das Bajonett.
Und am Hahn a leichta Drucker,
und die Kugel macht: Bumbum.
Russ', Franzos' und Englischspoker
fallen wia die Fliag'n um.
Solln's die Bohnen gut verdauen,
rüber geh'n wir dann im Sturm:
||: In der schönen, in der neuen,
in der neuen, in der grauen,
in der schönen, in der neuen grauen Felduniform. :||
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Na, und reißt mi a Granaten
amol wo aus Zufall um,
na, so schaut's halt, Kameraden,
daß i wo zur Ruhstatt kumm.
Steckt's mir a paar grüne Reiser
an die Mütz'n, wie sich's g'hört,
und im Kleid von unserm Kaiser
legt's mi eini wo in d'Erd.
Bis der jüngste Tag wird grauen,
nagt ka Regen und ka Wurm
||: an der schönen, an der neuen,
an der neuen, an der grauen,
an der schönen, an der neuen grauen Felduniform. :||
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Zonophon 18076 – Matrix 522574 R – Aufnahme vom 30. August 1914
Max Kuttner war ein Opern- und Operettentenor, Schallplatten- und Rundfunksänger.
Seine Karriere vollzog sich fast ausschließlich auf den Bühnen Berlins.
Anmerkung:
Max Kuttner sang dieses Lied mit kleinen Textabweichungen
gegenüber dem damaligen Textheft, gedruckt 1914.
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