Die Rune INGWAZ ist die 22. im ältesten Futhark und steht mit dem frühgermanischen Fruchtbarkeitsgott ING in engster Verbindung. Dieser Gott wird später auch ING-VI und noch später INGVI-FREYR genannt. Wie kommt es zu einer derartigen Namenserweiterung für einen Gott? Das Sinnbild soll einigen Interpretationen zufolge ein Ei darstellen. Allerdings ist das Viereck als Symbol bis in die Altsteinzeit zurückzuverfolgen und beherbergt interessante Sinngehalte, die das Thema dieses Videos sind und an archäologischen Fundstücken veranschaulicht werden. Dass die Rune INGWAZ in jüngeren Futharks nicht mehr vorkommt, hat nichts mit ihrem ohnehin zweitrangigen Lautwert NG zu tun, sondern mit einer veränderten Religion und Mythologie, die den alten ING nicht mehr verstand und/ oder nicht mehr brauchte. Viel Vergnügen beim Schauen!
Literatur
1 Neményi, Géza von: Heilige Runen. Zauberzeichen des Nordens. Ullstein Verlag, München 2004
2 Geschichte der deutschen Sprache. Hrsg.: Schmidt, W. et al. VWV Berlin 1984
3 Bott, Gerhard: Die Erfindung der Götter. Bd.1. und 2. Bod Norderstedt 2009
4 Göttner-Abendroth, H.: Geschichte matriarchaler Gesellschaften und Entstehung des Patriarchats. Bd. III Westasien und Europa. Kohlhammer Verlag Stuttgart 2019
5 Göttner-Abendroth, Heide: Die Göttin und ihr Heros. Die matriarchalen Religionen in Mythen, Märchen, Dichtung. Kohlhammer Verlag Stuttgart 2011
6 https://dewiki.de/Lexikon/Yngvi
7 Fester, Richard: Urwörter der Menschheit. Eine Archäologie der Sprache. Kösel Verlag München 1981
8 www.wikipedia.de (2023) – Stichwort „Nachsilbe -ing“
9 Gruber, Ludwig: Erschließung des Sinnzusammenhanges der Runenreihe auf Spuren einer urzeitlichen Glaubenswelt. Selbstverlag Wien 1955
10 Golther, Wolfgang: Germanische Mythologie. Athenaion Verlagum 1895. Nachdruck Phaidon Verlag Essen
11 Pfeifer, Wolfgang: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. Edition Kramer, Aka-demie Verlag GmbH Berlin 2014
12 Fester, Richard: Protokolle der Steinzeit. Herbig München – Berlin 1974
13 Fester, Richard: Die Sprache der Eiszeit. die ersten sechs Worte der Menschheit. Her-big München – Berlin 1980
14 Heinl, Oliver: Das Wort in seiner Bedeutung. Zur Genese von Sprache und Be-wusstsein. tredition Verlag Hamburg 2022
15 Heinl, Oliver: Urbilder der Sprachbaukunst. tredition Verlag 2018
16 Heinl, Oliver: Die indoeuropäische Fabelwelt. tredition Verlag Hamburg 2019
17 Fester, R., König, Marie E.P., Jonas, Doris F. & A. David: Weib und Macht. Fischer Ta-schenbuch Verlag, Frankfurt/ Main 1980: 94
18 Walker, Barbara: Die geheimen Symbole der Frauen. Hugendubel München 1997
19 Haarmann, Harald: Einführung in die Donauschrift. Helmut Buske Verlag Hamburg 2010
20 Gimbutas, Marija: Die Sprache der Göttin. Das verschüttete Symbolsystem der westli-chen Zivilisation. Deutsche Erstausgabe bei Zweitausendeins 1995
21 König, Marie E.P.: Unsere Vergangenheit ist älter. Höhlenkult Alt-Europas. Wolfgang Krüger Verlag / Fischer Frankfurt am Main 1980
22 Gimbutas, Marija: Göttinnen und Götter im alten Europa. Mythen und Kultbilder. 1974/ deutsche Erstausgabe Arun-Verlag, Engerda 2010
23 Klengel, Horst: Geschichte und Kultur Altsyriens. Koehler & Amelang, Leipzig 1979
24 Walker, Barbara: Das geheime Wissen der Frauen. Deutsche Ausgabe Arun-Verlag, Engerda 2003
25 Wirth, Hermann: Die Heilige Urschrift der Menschheit. Symbolgeschichtliche Unter-suchungen diesseits und jenseits des Nordatlantik. Bd. 1 und 2. Koehler und Amelang Leipzig 1931, unveränderter Nachdruck Neue Erde Wiesbaden 1979
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