Johann Adolph Hasse (1699–1783): Laudate pueri, Psalm 112; Originalversion für Soli (SSA), Streicher und basso continuo
Berliner Mädchenchor – Konzertchor und Vokalconsort, Schöneberger Kammerorchester, Justine Eckhaut (Cembalo), Sabine Wüsthoff (Leitung)
00:00 1. Laudate Pueri (Solistinnen: Friederike Heise, Philine Vogt, Helena Wasle, Kristiane Fehrs, Sarah Olwig)
05:28 2. A solis ortu (Solistinnen: Sophia Riethmeister, Clara v. Hirschhausen, Margarete Zepter)
08:38 3. Excelsus super omnes gentes
13:08 4. Suscitans a terra
15:20 5. Qui habitare facit (Solistinnen: Adelina Phiong, Jonna Scharfe, Elin Stier)
18:58 6. Gloria Patri (Solistinnen: Esther Klonk, Marie Kott, Hannah Schmidt)
22:36 7. Sicut erat in principio (Solistinnen: Johanna du Maire, Katharina Krone, Ann-Marie Wittig, Ruby Obermann, Johanna Sträter, Rebecca v. Amsberg)
„Laudate Pueri“
ist die siebensätzige Vertonung des Psalms 112 [113]. Das Frauensingverbot führte zur Herausbildung eines besonderen Repertoires, in dem Messe-Vertonungen als Zentrum der Liturgie umgangen wurden und eher Psalmvertonungen, Solomotetten, Antiphonen und Oratorien für Vespergottesdienste oder konzertante Andachten komponiert wurden. In Hasses Komposition umklammern der erste und siebte Satz eine Abfolge von Solo-Arien und Chorsätzen. Sinngemäß ähnelt der siebte Satz „Sicut erat in principio“ (Wie es war im Anfang) musikalisch dem Ersten: eingeleitet von einem lebhaften Orchestervorspiel beginnen zunächst zwei Solostimmen, die dann vom Chor abgelöst werden. In den folgenden Solo-Arien zeigt sich in der Geschmeidigkeit und Kantabilität der Solopartien Hasses Erfahrung mit der Oper. Erstaunlich ist der Gedanke, dass diese stimmlich hochgradig anspruchsvollen Arien von 14 bis 20 Jahre alten Mädchen gesungen wurden. In dieser Fassung des Stückes erklingen diese Arien mit kleinen Gruppen von drei Mädchen/Frauen oder chorisch besetzt.
Der Psalm 112 wurde in allen Jahrhunderten vielfach vertont, so von Georg Friedrich Händel, Michael Haydn, Claudio Monteverdi, Wolfgang Amadeus Mozart, Henry Purcell, Heinrich Schütz, Antoni Vivaldi u. v. m. Auch Mendelssohn-Bartholdy komponierte ein „Laudate pueri“ über Psalm 113, 1.2 und 128,1.
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