#glocken #steiermark #bierbaum
Es sind die vier Glocken der Pfarrkirche zur hlgst. Dreifaltigkeit aus Bierbaum am Auersbach in der Südoststeiermark zu hören.
Programm:
00:00 Stundenschlag
00:50 Angelus (Glocke 2)
02:43 Glocke 4
03:47 Glocke 3
04:52 Glocke 2
05:59 Glocke 1
07:20 Vollgeläute
Die Ortschaft Bierbaum liegt eingebettet im südoststeirischen Hügelland im Auersbachtal. Der Ortsname lässt sich nicht, wie man denken würde, auf eine Brauerei zurückführen, sondern auf einen Birnenbaum, an welchem sich die Menschen früher getroffen haben (zumindest der Sage nach). Die Pfarrkirche Bierbaum, geweiht der Heiligsten Dreifaltigkeit, befindet sich im Ortskern. Das Gotteshaus geht im Kern auf einen älteren Kirchenbau zurück, der im Laufe der Zeit mehrfach erweitert und barock umgestaltet wurde. Besonders im 17. und 18. Jahrhundert, sowie zuletzt 1948, erfolgten bauliche Veränderungen, durch die die Kirche ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt. Der Bau zeigt typische Merkmale einer ländlichen modernen Pfarrkirche der Steiermark mit einem einheitlich gestalteten Langhaus und einem eingezogenen Chorbereich. Der Innenraum ist heute schlicht, sowie die Trennung von Alt- und Neubau klar sichtbar. Der Hochaltar stellt die Heiligste Dreifaltigkeit in den Mittelpunkt und stammt aus der Barockzeit. Ergänzt wird die Ausstattung durch Seitenaltäre, Figuren von Heiligen sowie dekorativen Stuck und religiöse Bildwerke, die den Raum feierlich gliedern. Wand- und Deckengestaltungen unterstreichen den sakralen Charakter und spiegeln die Volksfrömmigkeit der Region wider. Auf der rückwärtigen Empore steht ein Spätwerk der Gebrüder Hopferwieser aus Graz, erbaut 1959.
Kurios ist die Glockensituation der Pfarrkirche in Bierbaum. Schon früher, vor dem ersten Weltkrieg, gab es hier vier Glocken, von ihnen ist heute nur mehr eine übrig. Sie wurde durch die Glockengießerei Johann Denzel & Söhne in Marburg, heute Maribor, gegossen, und stellt eines der wenigen erhaltenen Exemplare Untersteirischer Glockengusskunst in der österreichischen Steiermark dar. 1921 ergänzte Ernest Szabó aus Graz mind. zwei weitere Glocken, von welchen die heute kleinste auch die Wirren des zweiten Weltkrieges überstanden hat. 1952 goss die Gießerei Grassmayr zwei Glocken (die zweite im gleichen Ton der vorhandenen Szabó-Glocke, etwas tiefer), womit der heutige Geläutesatz entstanden ist. Zudem besaßen, oder besser gesagt besitzen die Glocken von Bierbaum noch heute innenliegende Klöppelfänger der Firma Josef Rauch aus Grabersdorf, die leider nicht mehr funktionstüchtig sind.
Die Glocken:
1: Johann Denzel & Söhne, Marburg - 1903 - b'
2: Glockengießerei Grassmayr, Innsbruck - 1952 - d"
3: Glockengießerei Grassmayr, Innsbruck - 1952 - f"
4: Ernest Szabó, Graz - 1921 - f"+
Ein herzliches "Vergelts Gott" sei der Pfarre Bierbaum und Pfarrer Wolfgang Toberer für die Ermöglichung der Dokumentation, sowie meinen Begleitern gesagt!
Fotos, Video- und Tonaufnahme: M. R.
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Quellen:
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bierbau...
Jörg Wernisch: Glockenkunde von Österreich
Eigene Sichtung 2025
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