Das Licht der Liebe - die stillen Gespräche der Marianne Günther.
Selig bist du, Kind der Erde, wenn du suchst Mich allhier, wenn all Denken und Bestreben ist geprägt stets von Mir, von der wahren, reinen Liebe, die da gütig ist und lind, die da sehend macht die Blinden und hilft jedem schwachen Kind. Wenn du jeden neuen Morgen dankbar nimmst aus Meiner Hand und legst alle deine Sorgen Mir ans Herz, der dich gesandt, wenn du dich beraten lässt von dem Vater dein, wird ein manches gut gelenkt, wird gesegnet sein. Wenn dein Ich nicht treten will in den Vordergrund, wird die wahre Liebe groß und der Geist gesund. Alle Dinge dieser Welt, die dir waren wert, stellst du in den Hintergrund und sagst unbeschwert: Ihr könnt geben mir nicht viel, seid doch bleibend nicht, doch mein Jesus ist mein Freund, hält was Er verspricht. Er gibt mir das ewige Heil, hilft mir in der Not, macht mich glücklich hier und dort, steht mir bei im Tod, führt zum frischen Wasser mich, speiset Leib und Seele, und ich darf vertrauen Ihm froh im Weltgewühle. Auch die Angst, die mich umhegt, muss verschwinden ganz, weil die Liebe mich umstrahlt mit dem Licht und Glanz. Ich kann lieben Freund und Feind, kann verzeihen dem, der mir Böses hat getan, meine Freude gelähmt. Kann auch nicht mehr neidisch sein auf des Nächsten Glück, ja ich freue mich für ihn, gönne ihm sein Geschick. Freue mich an der Natur, lobe den Schöpfer gern, singe ein Lied in Wald und Flur meinem Gott und Herrn. Danke für das tägliche Brot, für allen Schirm und Schutz, den Er mir in aller Not gab der Welt zum Trutz. Denke täglich Seiner Schmach, die erlitten Er, auch für meine Sündenschuld gab Sein Leben her. Sollte ich darum nicht fröhlich sein hier in dieser Welt, wo mich Meines Vaters Liebe hat hineingestellt? Er braucht meine Hilfe hier, ich soll tätig sein, liebend manch verirrtes Schaf aus der Not befreien. Denn auch unser Vater ist tätig allezeit, drum wer Sein Kind werden will, sei zur Tat bereit. Wie im Flug die Zeit vergeht merken wir alsbald: Schönheit - ist so schnell dahin, Jugend - sie wird alt. Doch wir sollten trauern nicht um das Pilgerkleid, das wir nur erhielten hier für die Erdenzeit. Wenn wir nach des Vaters Rat dieses abgelegt, wird uns zieren ein Gewand, das wir selbst genäht. Denn was wir gewesen sind, drückt aus das Kleid. Wollen wir uns da schämen nicht, nutzen wir die Zeit.
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