Führung und Zusammenarbeit. Gruppen im Betrieb. Gruppenstrukturen und –merkmale (Rolle, Status, Normen)
Der Mensch verhält sich als Einzelner anders als als Mitglied einer Gruppe. Alle Menschen im Betrieb gehören bestimmten Gruppen an und werden von dieser beeinflusst. Die Gruppenmitglieder wiederum beeinflussen auch die Gruppe.
Um in diesem Sinne von einer Gruppe sprechen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:Es müssen drei oder mehr Personen beteiligt sein.Die Gesamtzahl muss aber so gering sein, dass jede Person mit jeder anderen direkten Kontakt ausüben kann (face-to-face).
Das tatsächliche Auftreten solcher Kontakte muss ein gewisses Mindestmaß überschreiten.Die Aufrechterhaltung dieser Kontakte über eine längere Zeit muss vorliegen, es muss ein gemeinsames Wollen, ein gemeinsames Ziel vorliegen, undes muss ein Zugehörigkeitsgefühl bei den Mitgliedern zur Gruppe bestehen.
Gruppen sind damit soziale Gebilde, deren Mitglieder sich zusammengehörig, aufeinander angewiesen und voneinander abhängig wissen und fühlen.
Phasen der Teamentwicklung. Bei der Teamentwicklung lassen sich die Phasen Forming, Storming, Norming, Performing und Adjouning unterscheiden.
Forming:Die Gruppenmitglieder kennen sich noch nicht näher.
Man probiert Verhaltensweisen aus und testet die Reaktion der anderen Mitglieder. Die Gruppe muss sich noch finden und ein gemeinsames Verständnis darüber entwickeln, wer sie ist.
Storming: Jetzt werden die Rollen im Team verteilt. Starke Mitglieder liefern sich Auseinandersetzungen um Macht und Einfluss. Es entsteht Widerstand gegen einzelne Positionen der Gruppe.
Norming: In dieser Phase beginnt das Team, eine eigene Identität zu entwickeln. Die Teammitglieder richten ihr Verhalten aufeinander aus. Es entsteht der Wunsch, die Aufgabe zu lösen, das Informations- und Motivationsniveau steigt.
Performing: Das Team agiert als Einheit, es entstehen nur noch selten Konflikte. Alle Mitglieder haben eine klare Vorstellung davon, was von ihnen gefordert wird.
Adjourning: Das Team hat seine Aufgabe vollendet und löst sich auf.
Anforderungen an die Teammitglieder. Damit Team- und Gruppenarbeit gelingt, ist es notwendig, dass alle Mitglieder über sogenannte Schlüsselqualifikationen verfügen.
Schlüsselqualifikationen sind Kompetenzen, die über den fachlichen Bereich hinaus gehen. Dazu zählen z. B. Sozialkompetenz, Methodenkompetenz sowie die Selbst- und Fachkompetenz.
Sozialkompetenz. Hier geht es darum, mit anderen Menschen positiv und konstruktiv umgehen zu können.
Dazu zählen Fähigkeiten wie Einfühlungsvermögen, Kritikfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit sowie die interkulturelle Kompetenz, also die Fähigkeit mit Menschen aus anderen Kulturkreisen wertschätzend und konstruktiv umgehen zu können.
Methodenkompetenz. Umfasst Techniken, die helfen, den Arbeitsalltag effizient zu gestalten.
Dazu zählen Lerntechniken, Zeit- bzw. Aufgabenmanagement und Techniken zur Entscheidungsfindung.
Selbstkompetenz. Ist die Fähigkeit, Eigenverantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen.
Hierfür sind Normen und Werte als Orientierungsmuster notwendig.
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