In der langen Geschichte des deutschen Volkes war das Bauerntum allzeit von tragender Bedeutung. Mit seinem Stehen oder Fallen blühte oder verwelkte die Entwicklung des gesamten Landes.
Noch weit vor der Schaffung kultureller Güter und Werte, oder der Schaffung einer industriellen Ebene, stand und steht die Tatsache, dass ohne eine gesicherte Zufuhr von ausreichend Nahrung, in einem Land, einem Staat und einer Gesellschaft, alles gleich nichts ist und mit Gewissheit zum Scheitern verurteilt sein wird.
Das deutsche Volk war, so wie alle anderen Völker der Erdkugel, ursprünglich ein Volk von Bauern. Um das Jahr 1150 lebten nur 2% aller Deutschen in Städten, wo sie dem Handel und Handwerk
nachgingen. Die übrigen 98% lebten auf dem Land, wo sie, abgesehen von einigen Adeligen, sowie einigen anderen Berufsgruppen wie Schmieden oder Wagenmachern, der Landwirtschaft nachgingen, so dass gut 90% der Deutschen Bauern waren. Mit einer Verbesserung der klimatischen Verhältnisse im 13. Jahrhundert, sowie vor allem mit einer
Weiterentwicklung der Landwirtschaft, wuchs nicht nur die gesamte Bevölkerungszahl in Deutschland von 4 Millionen im Jahr 950, auf 14 Millionen im Jahre 1340 an, sondern nahm aufgrund der verbesserten Versorgung mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen, wie Getreide und
Obst, auch der Anteil jener Deutschen zu, die sich anderen Berufen als der Landwirtschaft zuwenden konnten und in Handel und Handwerk heimisch wurden, aber auch zu Bergleuten wurden, die Kohle, Erz oder Silber abbauten.
So wuchs, aufgrund einer produktiver gewordenen Landwirtschaft, der Anteil der Stadtbevölkerung in Deutschlands bis zum Jahre 1400 auf immerhin 12% an und somit auch der Anteil von Kaufleuten und Handwerkern. Ermöglicht wurde diese Steigerung in der Produktivität der Landwirtschaft durch die um das Jahr 1100 in Deutschland eingeführte Dreifelderwirtschaft und durch neue landwirtschaftliche Geräte
wie den Eisenpflug, der den bisherigen Holzpflug ersetzte, der nicht tief genug in das Erdreich einschneiden konnte.
Die weitere Entwicklung der Landwirtschaft nahm in den Jahrhunderten nach dem Mittelalter immer weiter an Fahrt auf, was ein weiteres Freisetzen von Arbeitskräften in Handel und Handwerk, aber auch in Kultur und Militär, zufolge hatte. Dennoch blieb Deutschland noch bis zur
Zeit der industriellen Revolution um 1850, ein stark von der Landwirtschaft dominiertes Land.
Trotz der industriellen Revolution und den Entwicklungen seit dem Mittelalter, waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts, am Vorabend des Ersten Weltkrieges, noch 60% aller Deutschen in der Landwirtschaft angestellt und somit dem Bauernstand zuzuordnen.
Der Anteil der Bauernschaft lag in jener Zeit, z.B. in den weniger industrialisierten Gebieten Osteuropas, noch wesentlich höher als im Deutschen Kaiserreich. Der Anteil der Bauern sank im Deutschen Reich, bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, nur geringfügig. Erst der Krieg und die Nachkriegszeit brachten eine weitflächige Umgestaltung in den
Sektoren der deutschen Wirtschaft. In diesem Zusammenhang darf, mit Blick auf die deutsche Geschichte, auch nicht vergessen werden, dass Hunger auch schon als Waffe gegen die Deutschen eingesetzt wurde, um Deutschland zu politischen Zugeständnissen zu zwingen.
Die im Jahre 1914 verhängte britische Seeblockade, die als Hungerblockade gegen die Deutschen eingeplant war, führte dazu, dass im Deutschen Reich und in Österreich Ungarn, bis zum Mai 1919 gut 1 Millionen Deutsche verhungerten. Wohlgemerkt wurde die Blockade auch nach dem Waffenstillstand vom November 1918 weitergeführt und als Druckmittel gegen das Deutsche Reich verwendet, damit dieses dazu
gezwungen sein würde, den Vertrag von Versailles im Sommer 1919 zu unterzeichnen. Hunger als politische Waffe, besonders zu Friedenszeiten, ist, laut den Kriterien, bzw. den Statuten der UN aus dem Jahre 1948, eine Form des Völkermordes.
Der Vertrag von Versailles, der tatsächlich ein Diktat war, führte zudem zum Verlust von 17% der bisherigen deutschen Anbauflächen der Landwirtschaft. Im Jahre 1900 konnte ein Bauer im Deutschen Reich, ohne Missernten, nur 4 Menschen ernähren. Durch den Einsatz neuer Düngermittel und der Mechanisierung der Landwirtschaft, stieg dieser
Wert auf 10 Menschen, die ein Bauer im Jahre 1950 ernähren konnte und schließlich auf einen Wert von 133 Menschen, die ein Bauer im Jahre 2010 ernähren konnte. Die im Verlauf der langen deutsche Geschichte nicht immer gesicherte Ernährungslage und auch das Erbrecht, das oftmals zu einer Teilung der Höfe und dadurch zu geringeren Erträgen je Bauer
führte, bewirkte eine massive Auswanderung aus Deutschland in das Königreich Ungarn, in dasRussische Zarenreich, nach Australien und Südamerika, vor allem aber nach Nordamerika.
Heute stellen die Deutschamerikaner mit über 50 Millionen Menschen und fast 20% die größte ethnische Gruppe in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Die die Vertreibung von 14 bis 16 Millionen Deutschen, aus ihrer angestammten Heimat im öst
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