In der sengenden Wüste des antiken Mesopotamien fand einer der mächtigsten Männer Roms ein so grausames Ende, dass es das Imperium für Generationen verfolgte. Marcus Licinius Crassus, der reichste Mann Roms, hatte sein Vermögen auf dem Leid anderer aufgebaut, nur um zu entdecken, dass Gier, wenn sie zu weit geht, ihr eigener Henker wird. Dies ist die Geschichte, wie Gold, das ihn mächtig machte, zum Werkzeug seines schrecklichsten Untergangs wurde.
Das Jahr war 53 v. Chr., und Roms Hunger nach Eroberungen hatte einen Höhepunkt erreicht. Drei Männer beherrschten die bekannte Welt durch ein unsicheres Bündnis: Pompeius der Große, Julius Caesar und Marcus Crassus. Während seine Partner ihre Legenden durch militärisches Genie schmiedeten, stand Crassus vor einer demütigenden Wahrheit: Er galt als nichts weiter als ein Bankier unter Kriegern. Sein riesiges Vermögen, durch Immobilienspekulationen und Sklavenarbeit angehäuft, verschaffte ihm politischen Einfluss, aber nicht den Respekt, nach dem er sich sehnte.
Crassus hatte gesehen, wie Caesar Gallien eroberte und Pompeius das Mittelmeer beherrschte, ihre Siege hallten durch Roms Marmorsäle, während seine eigenen Errungenschaften nur in Sesterzen gemessen wurden. Der Stachel, als drittes Rad am Wagen des Triumvirats bezeichnet zu werden, nagte ständig an ihm. Mit 60 Jahren wäre die meisten Männer zufrieden gewesen, ihren Reichtum zu genießen, doch Crassus sah nur einen Weg zu wahrem Ruhm: militärische Eroberungen, die mit seinen berühmteren Verbündeten mithalten konnten.
Das Partherreich lockte wie ein goldener Preis jenseits der östlichen Grenze Roms, das sich vom Euphrat bis zum Indus erstreckte. Dieses riesige Königreich kontrollierte die lukrativen Seiden- und Gewürzrouten, die Ost und West verbanden. Crassus überzeugte sich selbst, dass die Eroberung Parthiens nicht nur militärischen Ruhm, sondern auch unvorstellbaren Reichtum bringen würde, genug Gold und Silber, um selbst sein Vermögen bescheiden erscheinen zu lassen. Der Senat, misstrauisch gegenüber seinen Ambitionen, verweigerte ihm die traditionelle Kriegserklärung, doch Crassus setzte seinen Plan dennoch fort.
Im Jahr 55 v. Chr. kam Crassus als Gouverneur in Syrien an und begann sofort mit den Vorbereitungen für seine große Invasion. Er ignorierte die Warnungen lokaler Kommandeure, die die parthischen Militärtaktiken kannten, und wies ihre Bedenken als Feigheit ab. Die Wüstenkönigreiche waren stets der römischen Disziplin und Ingenieurskunst erlegen; warum sollte Parthien anders sein? Seine Zuversicht wurde durch Geheimdienstberichte gestärkt, die auf interne Streitigkeiten am parthischen Hof hindeuteten, was sie für einen entscheidenden römischen Schlag verwundbar erscheinen ließ.
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