Anfang 2026 hat sich im Ammerland und in Oldenburg eine Wetterlage eingestellt, die viele so nicht mehr auf dem Schirm hatten. Während die Winter im Nordwesten oft durch "Schmuddelwetter" geprägt sind, brachte der Januar 2026 eine Rückkehr des echten Norddeutschen Winters.
Hier ist ein Rückblick auf die aktuelle Situation:
1. Die Wetterlage: "Skandinavien-Peitsche"
Die Kälte kam nicht schleichend, sondern mit einer kräftigen Ostströmung. Ein stabiles Hochdruckgebiet über Skandinavien zapfte direkt die Kaltluft aus Sibirien an. Das Besondere: Da die Nordsee noch vergleichsweise mild war, kam es zum sogenannten "Lake-Effect". Die feuchte Luft über dem Meer traf auf die eiskalte Festlandsluft, was lokal begrenzte, aber sehr intensive Schneeschauer über dem Ammerland und Oldenburg auslöste.
2. Das Bild im Ammerland
Im Gegensatz zur Stadt Oldenburg, wo der Schnee oft schnell zu Matsch wird, verwandelte sich die Ammerländer Parklandschaft in eine fast surreale Kulisse:
Gefrorene Baumschulen: Die Millionen von Jungpflanzen in den Quartieren bei Edewecht und Westerstede wirkten wie in Glas gegossen, da der Frost die Feuchtigkeit der vorangegangenen Tage schlagartig gefrieren ließ (Raureif-Effekt), bevor der Schnee fiel.
Das Zwischenahner Meer: Anfang 2026 bildete sich zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder eine geschlossene Eisschicht an den Ufern, die durch den darüber liegenden Schnee eine perfekt weiße, ebene Fläche bildete – ein Traum für Drohnenpiloten.
3. Die Stimmung in Oldenburg
In Oldenburg Stadt konzentrierte sich die Magie besonders auf den Schlossgarten und das Hunte-Ufer. Die historischen Gebäude wie das Lappan oder das Schloss boten mit ihren schneebedeckten Dächern einen starken Kontrast zum modernen Stadtleben. Der Bodenfrost (wie heute Morgen bei -6°C gefühlt) sorgte dafür, dass der Schnee pulvrig blieb und nicht sofort wegtaute.
4. Warum das "selten" ist
In unserer Region (NW-Deutschland) kämpfen wir meist mit der Maritimen Polarluft – also Regen bei 3°C. Dass der Schnee Anfang 2026 liegen blieb, lag an der Inversionswetterlage: Oben war es teils wärmer als am Boden, wodurch die kalte Luft wie eine Glocke über dem flachen Land lag. Das konservierte den Schnee und den Frost, den Sie heute am 21.01.2026 fotografieren.
5. Fotografische Besonderheit
Durch die flache Topografie des Ammerlands entstehen bei Schnee enorme Weitläufigkeit und Minimalismus. Wo sonst bunte Baumschulen und grüne Wiesen sind, herrscht jetzt eine reduzierte Farbpalette aus Weiß, Grau und dem tiefen Blau der Dämmerung. Das ist genau die Ästhetik, die Ihre heutigen Aufnahmen so wertvoll macht.
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