Ken Jebsen bzw. Kayvan Soufi-Siavash zeigt in diesem 4,5 h langen Interview mit Ben (ungeskripted), was es heisst, mit Pluto/ Uranus geboren zu sein. Ebenso legt Ken ein typisch uranisches Verhalten an den Tag mit Venus und Uranus in der Jungfrau in beinaher Opposition zum Mond im Widder (Quelle:https://www.ask-oracle.com/birth-char... unberechenbar, fahrig, laut, nervös, heftig, humorvoll, sarkastisch und angriffslustig. Er strahlt Anspannung aus, sieht aus, als würde er einem gleich "ins Gesicht" springen, als würde er nicht nur dem auflauern, was er beobachtet, sondern sich selbst und den "inneren Geschehen" (Pluto in Jungfrau). Mit Venus, Uranus und Pluto in der Jungfrau beobachtet er gestochen scharf und verfolgt mit Argusaugen die Vorgänge in seiner Umgebung. Neptun in Opposition dazu verleiht ihm eine Übersensibilität, die mit 1000 Antennen herumgeht, alles aufsaugt, alles mitkriegt.
Das Interview lohnt, in Gänze gehört zu werden: denn unser Mann sagt viele Dinge, die nicht nur informativ sind sondern auch lehrreich, mit persönlichem Nutzen für den Zuhörer: er streift locker-lässig aber mit einem Affenzahn durch Geschichte, Politik, Psychologie, Soziologie und seine Vita. Wahnsinnig unterhaltend (Sonne in Waage!).
In 2 min. habe ich in diesem kurzen Video jene Momente festgehalten, die ich für oben genannte Konstellation am repräsentativsten halte: Immer wieder betont Ken, er kann Willkür nicht ausstehen, dass allein deutet auf Pluto/ Uranus, weil man mit der Konstellation des "Allwissens" das Gefühl von Ohnmacht nicht ausstehen kann und mit jeder Autoritätsfigur per se in Konflikt steht. Die Tendenz zur Rechthaberei und zum Dogmatismus ergeben sich daraus folgerichtig, wie das unwiderstehliche Bedürfnis, andere zu überzeugen.
Kens Wissen und Erfahrung überrollen einen in diesem Interview, er zitiert beiläufig Namen, Titel, erwähnt Begriffe mit einer Selbstverständlichkeit, die beim Gesprächspartner manchmal als Zumutung ankommt. Ben, der Host, weiss an manchen Stellen nicht ganz, ob er sich geschmeichelt fühlen soll - durch die Annahme Kens, dass er sicher bescheid weiss, wovon er spricht - oder ob er düpiert sein soll (weil er nicht Mithalten kann).
Pluto/ Uranus zieht einem den Teppich unter den Füßen weg, so schnell kann man gar nicht schauen, und demonstriert damit Überlegenheit. Und überlegen muss Pl/ Ur sein.
Auf der anderen Seite: niemand bringt so viel Wahrheitsliebe und Zivilcourage auf, wie dieser. Weiter sagt Ken, dass er bei Ungerechtigkeiten nicht zusieht und dass er die, die glauben, sie können andere ausbeuten, mit Genuss provoziert und bloßstellt, als ihr "ganz persönlicher Eisberg" (Mo/ Ur!).
Die Konstellation Pl/ Ur (wie auch Mo/Ur) zeigt thematisch (lt. Münchener Rhythmenlehre) die Abwehr des Empfindens, welche durch die Vorstellung ersetzt wird. "Vorstellungen werden zur autonomen Welt, da die wirkliche Welt in ihrer Unvollkommenheit nicht ertragen wird ...". Man beobachte Ken nur beim Sprechen: er sitzt da, in sich ruhend, austeilend, erzählend, witzelnd, analysierend, lauernd und genießt seinen Monolog sichtlich, kann sich dabei nicht wirklich auf den Gesprächspartner einlassen, nimmt ständig vorweg, unterbricht, überrascht, dupiert, provoziert, korrigiert. Man hat mehr das Gefühl, dass er sein Gegenüber "benutzt", um sich seiner selbst bewusst zu werden, gewissermaßen durch seelisches Recyclen.
Mehrmals sagt Ken während des Interviews, dass ihn andere Menschen noch nie interessiert haben und er niemand etwas beibringen will. Er genießt nur den Prozess des inneren Monologs und der Wortwerdung seiner inneren Gewissheiten. Er weiss ja bereits alles, niemand kann ihm etwas Neues (bei)bringen.
Die Figur des "Narrs" blitzt während Ken´s Erzählung immer wieder lustig aus ihm hervor, v.a. wenn er erzählt, wie er bei der Bundeswehr jede Übung gestört hat.
An einer Stelle bekennt Ken, dass er immer gedacht hat, er wäre nicht menschlich, sondern ein Roboter: ganz typisch für Mond/ Uranus. Ken´s Ringen mit der Frage nach dem "wo gehöre ich hin/ dazu? wer bin ich? was soll das Ganze?" ist symptomatisch für ein stark transsaturnisch durchsetztes Horoskop. Mit Uranus im Gepäck gibt es kein einheitliches, kontinuierliches Identiätsgefühl, noch weniger feste Zugehörigkeit, man fühlt sich immer "lost". Neptun hilft hier auch nicht weiter, macht alles diffus. Pluto dient als Krücke für eine gespaltene und diffuse Identität.
In Kens Habitus finden wir damit nicht nur die "aggressiven" Elemente von Uranus, sondern auch die unterschwelligen Energien von Pluto und Neptun. Irgendwie schwingt da auch eine "sanfte" Seite mit, eine "ich verstehe euch, ich weiss, was abgeht" Seite, wobei diese von der "lasst mich einfach in Ruhe" geschützt wird. "Ich wollte immer nur beobachten und verstehen, was das Ganze soll." Das ist die starke Jungfrauenergie und der kritische Blick, der so typisch ist für Ken.
Originalvideo: • Verbotener Gast: Darf dieser Podcast onlin...
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