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Скачать или смотреть Johann Wolfgang Goethe „Der Erlkönig" III

  • Lyrik für Puristen
  • 2014-08-28
  • 68123
Johann Wolfgang Goethe „Der Erlkönig" III
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Описание к видео Johann Wolfgang Goethe „Der Erlkönig" III

Rezitation: Otto Sander
von der CD - „Die schönsten deutschen Balladen“
erschienen im Patmos Verlag
ISBN 978-3-491-91149-4

Vergleichsrezitation: Fritz Stavenhagen
Link:    • Johann Wolfgang Goethe „Erlkönig" I  

Vergleichsrezitation: Walter Schmidinger
Link:    • Johann Wolfgang Goethe „Der Erlkönig" II  

Vergleichsrezitation: Ulrich Matthes
Link:    • Johann Wolfgang Goethe „Der Erlkönig" IV  

Text:

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
er hat den Knaben wohl in dem Arm,
er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? -
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif? -
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

"Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel' ich mit dir;
manch bunte Blumen sind an dem Strand,
meine Mutter hat manch gülden Gewand."

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
was Erlenkönig mir leise verspricht? -
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind:
In dürren Blättern säuselt der Wind.

"Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
meine Töchter führen den nächtlichen Reihn,
und wiegen und tanzen und singen dich ein."

Mein Vater, mein Vater und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort? -
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh' es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau.

"Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt."
Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! -

Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
er hält in den Armen das ächzende Kind,
erreicht den Hof mit Mühe und Not;
in seinen Armen das Kind war tot.

Bilder: Johann Heinrich Füssli ( *1741 - †1825 )

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