Noch immer ist die #ESport-Branche eine Männerdomäne. Frauen haben es oft schwer in die Profi-Ligen zu kommen. Wir sprechen mit Frauen aus der E-Sport-Szene über #Sexismus und Repräsentation und erklären, warum #Berlin das E-Sport-Zentrum Deutschlands ist.
Dass Frauen im E-Sport immer noch unterrepräsentiert sind, ist offensichtlich. In den Top dreihundert der erfolgreichsten E-Sport-Spieler findet sich keine einzige Frau.
Die erfolgreichste Frau im E-Sport ist Sasha “Scarlett” Hostyn. Sie steht aktuell auf Platz 378 der internationalen Bestenliste.
Dass es Frauen seltener in die Profi-Ligen schaffen, liegt allerdings nicht daran, dass sie generell weniger zocken. Anmerkung: Bei 04:05 nennen wir eine Studie, um zu verdeutlichen, dass Frauen grundsätzlich ein ähnliches Interesse an Games haben wie Männer. Diese Studie bezieht sich allerdings auf sämtliche Games und ist daher im Zusammenhang mit unserem Thema E-Sport nicht aussagekräftig. Wir bitten dies zu entschuldigen.
Wieso schaffen es trotzdem so wenige von ihnen in den Profi-Bereich? “Generell gibt es da eben ein strukturelles Problem, was verhindert, dass Frauen im E-Sport erfolgreich werden”, sagt Kristin Banse, Präsidiumsmitglied für Diversität beim eSport-Bund Deutschland.
“Ich habe auch viele kennengelernt, die haben etwas Schlechtes erfahren, die wurden wirklich grausam diskriminiert, die trauen sich nicht mehr. Die haben einfach Angst. Die haben Angst, dass ein Shitstorm kommt, weil die in dieser E-Sports-Bubble sind“, sagt Lea Fitzen, League-of-Legends-Trainerin bei Schalke 04.
Mittlerweile gibt es schon mehrere Initiativen und Programme, die sich für Frauen im E-Sport einsetzen.
Auch schauen wir im Video auf Berlin. Ist Berlin die deutsche E-Sport-Hauptstadt?
Die E-Sports-Branche wächst weltweit. Nach Angaben des Verbands der deutschen Games-Branche ist der deutsche E-Sports-Markt von 2019 auf 2020 um 32 Prozent gewachsen. Laut Prognosen soll sich der Umsatz bis 2025 sogar fast verdoppeln. Davon könnte auch Berlin profitieren.
Viele kleinere, aber auch größere international agierende E-Sports-Unternehmen haben sich in der Hauptstadt angesiedelt. Darunter auch G2, ein Global-Player in der Branche. Und auch Riot Games hat in Berlin einen Sitz. Das Unternehmen bringt das beliebte Game „League of Legends“ heraus und veranstaltet jährlich in Berlin die LEC, die europäische League of Legends Meisterschaft.
Christian Baltes von Eintracht Spandau sagt, dass das Berlin als Standort attraktiv macht: „Ein Großteil der besten League-of-Legends-Organisationen der Welt haben hier in Berlin ihren Standort. Das zieht natürlich Talente an, das zieht Spieler an, so dass man hier eine gute Infrastruktur hat, was E-Sports angeht.“
Timecodes:
00:00 - 00:33 Sexismus im E-Sport?
00:33 - 02:30 Rundgang im Gaming House von Penta
02:30 - 03:35 "Im Arbeitsverhältnis ist es manchmal auch schwierig, weil viele Gerüchte rumgehen”
03:35 - 03:57 Frauen sind im E-Sport unterrepräsentiert
03:57 - 04:22 Warum gibt es wenig Frauen im Profi-Bereich?
04:22 - 04:40 Lea Fitzen, League-of-Legends-Trainerin
04:40 - 04:53 Kristin Banse, Präsidiumsmitglied für Diversität ESBD
04:53 - 06:17 "Ich habe viele kennengelernt, die wurden grausam diskriminiert"
06:17 - 06:53 Was kann getan werden
06:53 - 09:21 Ist Berlin die neue E-Sport-Hauptstadt?
Eine Auswahl unserer Quellen:
https://de.statista.com/statistik/dat...
https://www.esportsearnings.com/playe...
https://www.game.de/marktdaten/nutzer...
https://www.game.de/marktdaten/die-be...
https://www.medianet-bb.de/de/buerger...
https://www.tagesspiegel.de/berlin/eu...
https://lsb-berlin.net/aktuelles/news...
https://www.dosb.de/ueber-uns/esport
https://www.rbb24.de/sport/beitrag/20...
https://www.rbb24.de/sport/beitrag/20...
Autorin: Maike Gomm
Moderation: Nils Hagemann
Kamera: Naomi Noa Donath, Marcus Heep
Schnitt: Teresa Gleich
Grafik: Hani Sagiv
Redaktion: Thomas Blecha, Anna Graefe
Информация по комментариям в разработке