Ich bin in der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas aufgewachsen, weil ich dort hineingeboren wurde. Ich kannte nichts anderes. Es war nicht etwas, das ich mir ausgesucht habe. Es war einfach meine Welt. Meine Familie war dort, meine Freunde waren dort, meine ganze Kindheit hat sich in diesem Rahmen abgespielt.
Schon als Kind habe ich gelernt, was richtig ist und was falsch ist. Was man sagen darf und was nicht. Welche Fragen man lieber nicht stellt. Man wächst mit dem Gefühl auf, dass es nur diese eine Wahrheit gibt und dass alles außerhalb gefährlich ist. Zweifel sind nichts, worüber man offen spricht. Man funktioniert. Man passt sich an. Man glaubt.
Mit 18 habe ich geheiratet. Heute weiß ich, wie jung das eigentlich war. Damals hat es sich einfach wie der nächste logische Schritt angefühlt. So macht man das. So wird es erwartet. Und wenn man sein ganzes Leben in einem festen System aufgewachsen ist, hinterfragt man diese Schritte nicht wirklich. Man denkt, das ist der richtige Weg.
Mit 24 war ich geschieden.
Diese Zeit hat mich mehr verändert als alles andere davor. Nicht nur, weil eine Ehe zerbrochen ist, sondern weil plötzlich alles ins Wanken geraten ist, was ich für selbstverständlich gehalten habe. Ich musste anfangen, selbst zu denken. Selbst zu fühlen. Selbst Entscheidungen zu treffen. Ohne dass mir jemand sagt, was Gottes Wille ist oder was ich zu tun habe.
Und dann habe ich meinen heutigen Partner kennengelernt. Und irgendwann stellte sich heraus, dass auch er bei den Zeugen Jehovas war. Zwei Menschen, die in derselben Welt groß geworden sind. Mit denselben Regeln. Derselben Angst, etwas falsch zu machen. Derselben Prägung.
Was viele nicht verstehen ist, dass ein Ausstieg nicht einfach nur bedeutet, eine Religion zu verlassen. Es bedeutet, alles zu verlieren, was man kennt. Man riskiert Familie. Freundschaften. Sein komplettes Umfeld. Man stellt alles infrage, was einem seit der Kindheit als absolute Wahrheit vermittelt wurde.
Es ist ein innerer Kampf. Zwischen Loyalität und Freiheit. Zwischen Angst und Selbstbestimmung.
Dieses Video ist kein Angriff. Es ist keine Hetze. Es ist meine Geschichte. Unsere Geschichte. Und vielleicht ist es für jemanden da draußen ein Zeichen, dass man nicht verrückt ist, wenn man zweifelt. Dass man nicht schwach ist, wenn man gehen will. Und dass es ein Leben danach gibt.
Danke, dass du dir das anhörst.
Mia 🤍
▬▬ ÜBER MICH ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
Ich bin Mia: Content Creatorin, Speakerin und Mentorin für Selbstbewusstsein und Präsenz.
Was mit kurzen Videos auf TikTok begann, wurde zu einer Community von Frauen, die sich nach mehr Tiefe, Klarheit und Selbstbestimmung sehnen.
Ich habe selbst erlebt, wie es ist, sich klein zu fühlen und wie kraftvoll es sein kann, das eigene Leben mutig neu zu gestalten.
Heute teile ich meine Erfahrungen: Körpersprache, Ausstrahlung, Haltung. Alles, was dich stark macht!
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