DIE VERBESSERUNG DER WELT - ein Kammeropernfestival
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2 - ELSA
Text. Irene Diwiak https://www.sirene.at/site/assets/fil...
Musik. Margareta Ferek-Petric https://www.sirene.at/site/assets/fil...
Drei halbwüchsige Schüler wetten, wer von ihnen über die Ferien eine Frau dazu bringen wird, sich auszuziehen. Ein Foto soll es beweisen. Der verwöhnte Nicholas will diese Aufgabe wie gewohnt lösen - mit Geld. Er überredet die verschuldete Putzfrau Elsa, sich gegen Bezahlung vor ihm auszuziehen und fotografieren zu lassen. Eine moderne Paraphrase zu Schnitzlers Fräulein Else.
0:00:00 Elsa
0:00:39 Szene 1: Toilette der Privatschule
0:22:34 Szene 2: Wohnzimmer der Dorsdays
0:51:10 Szene 3: Toilette der Privatschule
1:05:40 Applaus
Elsa. Solmaaz Adeli
Dorsday. Georg Klimbacher
Staudinger. Vladimir Cabak
Moser. Kevin Elsnig
Turnlehrerin / Schwester Immaculata. Bärbel Strehlau
Flöte. Elena Gabbrielli | Flöte. Shino Saito | Klarinette. Arnold Plankensteiner | Saxophon. Clemens Frühstück | Trompete. David Schmidt | Klavier. Tsugumi Shirakura | Schlagwerk. Ferenc Csincsi | Violine. Robert Olisa Nzekwu | Violine. Lorenzo Derinni | Viola. Daniel Moser | Violoncello. Lucía Pérez Diego | Kontrabass. Roland Wiesinger
Ensemble Zeitfluss. Leitung Clemens Frühstück. In Zusammenarbeit mit der ÖGZM
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Dirigent. Edo Micic
Regie. Kristine Tornquist
Bühne und Requisite. Markus Liszt. Michael Liszt
Kostüm. Katharina Kappert
Licht und Technik. Vladi Tchapanov
Maske. Anna Dreo
Korrepetition. Petra Giacalone. Benjamin McQuade
Regieassistenz. Heidelinde Schuster
Produktionsassistenz. Roberta Cortese
Notensatz. Margareta Ferek-Petric. Adriana Milanova. Robert Wildling
Übertitel. Katharina Hollerwöger
Technische Mitarbeit. Edgar Aichinger
Produktionsleitung. Jury Everhartz
Filmproduktion. Peter Landsmann. Paul Landsmann. L+L Videoproduktion OG
F23. Lara Adaibat. Thomas Barcal. Alexander Lugmayr. Max Sperger. Erich Sperger
Dieser Film wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7) und des österreichischen Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKOES) (Von der Bühne zum Video - Neustart Kultur)
eine sirene Produktion 2020 - 2021
Jury Everhartz. Kristine Tornquist
sirene Operntheater | https://www.sirene.at
European Cultural News, 26.09.2020, Michaela Preiner
Der Text stammt von Irene Diwiak, die Musik schrieb Margareta Ferek-Petric. Die Komponistin setzt auf ungewöhnliche Geräuscherzeugung. Das Orchester wiederholt des öfteren Wörter, ganze Sätze, oder lacht laut auf, um das Gesagte atmosphärisch zu unterstreichen. Die Geschichte spielt in einem katholischen Internat. Drei junge Männer wetten, wem es gelänge, eine nackte Frau zu fotografieren. Markus und Michael Liszt sorgen für ein außergewöhnliches Bühnenbild: drei nebeneinanderliegende Toiletten, nach vorne hin offen und einsichtig. Dort dienen die Wasser-Reservoirs als Verstecke von Alkohol und Zigaretten – bis sie von Schwester Immaculata gefunden werden. Bärbel Strehlau agiert als Turnlehrerin, die weiß, wie man junge Männer schindet. Moser, Staudinger und Dorsday, so die Namen der drei Schüler, sind darauf angewiesen, ihre ersten libidinösen Erfahrungen aus dem Internet zu konsumieren. Mit Vladimir Cabak, Kevin Elsnig und Georg Klimbacher sind die jungen Männer optimal besetzt. Im zweiten Bild liegt der junge Dorsday im Bett in seinem Jugendzimmer und kommt auf die Idee, die Putzfrau Elsa zu fragen, ob er sie nackt fotografieren dürfe. Pochende Streicher und flirrende Bläser lassen erahnen, wie es dem Jungen in diesem Moment dabei geht. Solmaaz Adeli brilliert in ihrer Rolle als Putzfrau, die sich nach anfänglichem Zögern bereiterklärt, und sich auf den Deal einlässt, der ihr immerhin einige Tausender einbringt. Die Regie agiert geschickt in der Szene, in welcher sie sich vor dem jungen Mann auszieht und achtet ganz besonders auf dessen seelische Befindlichkeit. Groß ist die Überraschung mit einer erzählerischen Volte zum Schluss. Es ist ausgerechnet Nicholas Dorsday, der davon absieht, die Fotos seinen Freunden zu zeigen. Er hat in einem Reifeprozess die Unmoral seines Tuns verstanden und steht lieber als Verlierer da, als jene Frau bloßzustellen, der er geschworen hat, dass die Fotos niemand zu sehen bekommt. Neben dieser schönen Auflösung kommt es aber noch zu einem weiteren Happy End. Er, der von allen nur Dorsday genannt wird, wird nach seinem eindringlichen Bitten an seine Kommilitonen endlich mit seinem Vornamen Nicholas angesprochen. Eine sehr gelungene Produktion, die ohne moralinsauren Zeigefinger auskommt und zugleich einen höchst vergnüglichen Abend bereitet.
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