„Für mich, für uns, für Erlangen“ war das Thema der Podiumsdiskussion, zu der wir als Teil eines breiten Bündnisses von Organisationen die Kandidierenden von CSU, FDP, Freien Wählern, Grünen, Linken, ÖDP und SPD für das Amt des:r Oberbürgermeister:in der Stadt Erlangen am Mittwoch, 11. Februar 2026 in das E-Werk eingeladen hatten.
Wie stehen die Kandidierenden zu den drängenden Fragen im Bereich Klimaschutz, Biodiversität, Energie- und Wärmeversorgung sowie nachhaltiger Mobilität? Setzen sie sich für ambitionierte lokale Maßnahmen ein? Unterstützen sie den wachsenden Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger nach entschlossenem Handeln?
Lukas Eitel (Linke), Dr. Florian Janik (SPD), Joachim Jarosch (ÖDP), Eva Linhart (Grüne), Prof. Dr. Holger Schulze (FDP), Jörg Volleth (CSU) und Anette Wirth-Hücking (FW) waren eingeladen, ihre Positionen hierzu darzulegen und sich den Fragen der Organisationen sowie der Bürgerinnen und Bürger zu stellen.
Anette Wirth-Hücking (FW) konnte krankheitsbedingt nicht teilnehmen.
Die Veranstaltung wurde moderiert von Nina Bundels und Michael Schindler.
Timeline:
Fragenhagel: • Podiumsdiskussion mit Kandidierenden für d...
Vorstellung Dr. Florian Janik: • Podiumsdiskussion mit Kandidierenden für d...
Vorstellung Joachim Jarosch: • Podiumsdiskussion mit Kandidierenden für d...
Vorstellung Eva Linhart: • Podiumsdiskussion mit Kandidierenden für d...
Vorstellung Lukas Eitel: • Podiumsdiskussion mit Kandidierenden für d...
Vorstellung Holger Schulze: • Podiumsdiskussion mit Kandidierenden für d...
Vorstellung Jörg Volleth: • Podiumsdiskussion mit Kandidierenden für d...
Fachfragen: • Podiumsdiskussion mit Kandidierenden für d...
Publikumsfragen: • Podiumsdiskussion mit Kandidierenden für d...
Abschlussstatements: • Podiumsdiskussion mit Kandidierenden für d...
Es filmte: Christian Hagen
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Nachfolgend Anmerkungen zu kritischen Äußerungen während der Veranstaltung:
Themenbereich Lebensgrundlage & Klima
Prof. Dr. Holger Schulze (FDP) erwähnt in seiner persönlichen Vorstellung, dass “er mehr auf Klima-Anpassung setzt weil der Klimawandel so oder so kommt, egal was wir hier tun”
Jörg Volleth (CSU) argumentiert ähnlich, dass wir den Klimawandel nicht aufhalten können, und darauf konzentrieren sollen, dass die Bürger in 20 Jahren noch so leben können wie heute (= Fokus auf Klima-Anpassung)
→ Der weltweite wissenschaftliche Konsens ist jedoch, dass wirksamer Klimaschutz essentiell ist, um die schlimmsten Klimafolgen abzumildern. Je weniger es gelingen wird, die Erderwärmung zu limitieren (1,5, 2,0 oder gar 2,8 Grad) desto gravierender werden die Auswirkungen auf Mensch aber auch Wirtschaft sein, die dann auf eine viel stärkere Klima-Anpassung angewiesen sind.
Prof. Dr. Holger Schulze erwähnt, dass wir in Erlangen den Klimawandel nicht aufhalten können, weil in China (trotz des Ausbaus der Erneuerbaren Energien) trotzdem neue Kohlekraftwerke in Betrieb genommen werden.
→ Es ist korrekt, dass China in 2025 viele Kohlekraftwerke neu ans Netz gebracht hat. Gleichzeitig wurden überproportional viele erneuerbare Energieerzeuger (Solar, Wind,..) ans Netz gebracht. Trotz Wirtschaftswachstum hat China den Anstieg der CO2 Emissionen 2025 gestoppt und könnte diese zukünftig sogar absenken. (Quelle https://www.energiezukunft.eu, https://klimareporter.de, https://www.agora-energiewende.de )
→ Die genannten ca. 2% (ca. 1,8% in 2021) müssen in Relation zur Bevölkerung Deutschlands (nur 1% der Weltbevölkerung) gesetzt werden.
→ Derartige Vergleiche (“aber China!”) sollen unsere bzw. die Rolle Deutschlands herunterspielen. Der weltweite CO2-Ausstoß hat 2024 einen Wert von rund 39,6 Milliarden Tonnen erreicht. Für 82,8 % dieser Emissionen waren die G20-Staaten verantwortlich. Deutschland war 2024 Nummer 10 der Top-Emittenten (Quelle Statistisches Bundesamt).
Themenbereich Verkehr & Mobilität
1) Dr. Florian Janik führt zur Stadt-Umland-Bahn aus, dass alle großen Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Region das Projekt immer wieder fordern (unterstützen).
→ Die meisten großen Arbeitgeber in Erlangen und Herzogenaurach (z.B. Siemens, Schaeffler, FAU, …) positionieren sich klar Pro zur StUB. Die Firma Adidas hat sich vor dem 2. Erlanger Bürgerentscheid jedoch nicht klar dafür ausgesprochen und auch immer wieder Kritik an der Trassenführung im Bereich Herzo-Base geäußert.
Jörg Volleth (CSU) führt aus, dass in Erlangen aktuell nur etwa 6% Anteil auf den ÖPNV entfallen.
→ Diese Zahl ist korrekt, trifft jedoch nur für den Binnenverkehr (Start ER Ziel ER) zu. Mit den Pendlern über die Stadtgrenze sind es ca. 10% ÖPNV (Quelle Stadt Erlangen “Mobilitätskonzepte der Stadt Erlangen” Februar 2020.
Jörg Volleth (CSU) führt aus, dass jeder Bereich der Stadt für den MIV (Motorisierter Individual-Verkehr = PKW) erreichbar sein muss, sonst sterbe sie (die Innenstadt).
→ Studien (z.B. des difu-Instituts, RIFS-Potsdam und Journal of Transport Geography) zu Erfahrungen aus verschiedenen Großstädten (Paris, Barcelona, Berlin, Leipzig, Hamburg, … ) widerlegen diese Behauptung.
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