Am 8. Dezember 1889 beschlossen Pfarrer Felix Wamich und der Kirchenvorstand von Sonnborn, ein Grundstück in Vohwinkel an der Kreuzung der Gustavstraße und Friedrichstraße (bis 2011 Lettow-Vorbeck-Straße, heute Edith-Stein-Straße) für den Bau einer Kirche zu erwerben. Nachdem 1890 ein Kirchbauverein gegründet wurde, wurden alle notwendigen Schritte zur Errichtung einer Notkirche eingeleitet. Am 18. September 1893 waren sowohl die neue Ludgeruskirche als auch das Pfarrhaus fertiggestellt. Drei Jahre später erhielt die Gemeinde den Status einer eigenständigen Kapellengemeinde, und 1901 wurde die Vohwinkeler Gemeinde zur eigenständigen Pfarrei erhoben.
Mit dem erheblichen Wachstum der Stadt Vohwinkel in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Notkirche bald zu klein. Der damalige Pfarrer Franz Bosbach setzte sich daher für den Bau eines größeren Gotteshauses ein. Im Jahr 1904 führten die katholischen Frauen des Erzbistums Köln aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums der Dogmatisierung der Unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter eine Kollekte zur Errichtung einer Votivkirche durch. Pfarrer Franz Bosbach gelang es, die Einnahmen dieser Kollekte für den Neubau einer Kirche in Vohwinkel zu sichern.
Die Planung der neuen Kirche im neugotischen Stil übernahm der Düsseldorfer Architekt Joseph Kleesattel. Am 29. Juli 1906 legte der Erzbischof von Köln, Kardinal Anton Fischer, den Grundstein, und am 13. Oktober des folgenden Jahres wurde die Kirche, die zunächst Sankt Maria Immakulata und später Sankt Mariä Empfängnis genannt wurde, geweiht. Die alte St. Ludgerus-Kirche wurde vor dem Bau abgerissen, während das alte Pfarrhaus bis 1973 bestehen blieb.
Im Jahr 2011 wurde die Lettow-Vorbeck-Straße, an der die Kirche erbaut wurde, auf Initiative der Kirchengemeinde in Edith-Stein-Straße umbenannt.
Das erste Geläut wurde 1907/8 von der Glockengießerei Otto in Bremen gegossen, damals noch dreistimmig (es'-f'-g'). Diese Glocken überstanden den Ersten Weltkrieg nicht, 1925/26 wurden erneut drei Glocken gegossen, dieses Mal allerdings größer (c'-es'-f'). Auch diese Glocken überstanden den Zweiten Weltkrieg nicht, sodass erst mit dem heutigen Geläut wieder neue Glocken angeschafft wurden. Das nunmehr sechsstimmige Geläut zeugt besonders von hoher Gießerkunst, Gussfehler sind auf den Glocken nicht vorzufinden. Nach außen dringt es mit besonders kräftiger Lautstärke, lediglich die starken Bremsen stören hier den rheinischen Charakter - die kleine Glocke ist innerhalb weniger Sekunden still.
Vollgeläute
Disposition: H°-d'-e'-g'-a'-h'
Glockendaten:
Glocke I:
Name: Trinitatisglocke
Schlagton: h°±0
Gießer: Wolfgang Hausen Mabilon, Fa. Mabilon & Co., Saarburg
Gussjahr: 1961
Gewicht: ca. 2.800 kg
Durchmesser: 1.665 mm
Glocke II:
Name: Christusglocke
Schlagton: d'±0
Gießer: Wolfgang Hausen Mabilon, Fa. Mabilon & Co., Saarburg
Gussjahr: 1961
Gewicht: ca. 1.650 kg
Durchmesser: 1.397 mm
Glocke III:
Name: Marienglocke
Schlagton: e'+1
Gießer: Wolfgang Hausen Mabilon, Fa. Mabilon & Co., Saarburg
Gussjahr: 1961
Gewicht: ca. 1.150 kg
Durchmesser: 1.253 mm
Glocke IV:
Name: Josephsglocke
Schlagton: g'+2
Gießer: Wolfgang Hausen Mabilon, Fa. Mabilon & Co., Saarburg
Gussjahr: 1961
Gewicht: ca. 680 kg
Durchmesser: 1.116 mm
Glocke V:
Name: Petrusglocke
Schlagton: a'+2
Gießer: Wolfgang Hausen Mabilon, Fa. Mabilon & Co., Saarburg
Gussjahr: 1961
Gewicht: ca. 450 kg
Durchmesser: 903 mm
Glocke VI:
Name: Paulusglocke
Schlagton: h'+2
Gießer: Wolfgang Hausen Mabilon, Fa. Mabilon & Co., Saarburg
Gussjahr: 1961
Gewicht: ca. 320 kg
Durchmesser: 804 mm
Motiv: Idealsextett
Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Pfarrei im Wuppertaler Westen für die Genehmigung, die Aufnahmen zu erstellen. Ebenfalls bedanke ich mich bei den begleitenden Personen aus dem Kirchenvorstand für die Zeit an diesem Tag und das mitgebrachte Vertrauen - auch meinen Mitstreitern an dieser Stelle sei gedankt.
Aufnahme von Mittwoch, den 12. Juli 2023 gegen 16.45 Uhr im Rahmen eines gesonderten Läutens.
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