Hitchhikers Konzert in Gauting (Bosco Halle).
TIME IS ON MY SIDE (sharp dressed beat music,stones cover)
Das Motto-Lied des Konzerts.
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Daniel Friedrich (Gesang, Gitarre)
Werner Thüring
Matthias Friedrich am Bass (am musikalischsten in Tutzing)
Wolfgang Thüring an den Drums
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http://www.bosco-gauting.de/
Nach(t)kritik von Thomas Lochte, 28.02.2014
The Hitchhikers - Time Is On My Side
Man hatte im Bosco vorsorglich Stühle entfernt, man weiß ja nie: Würde es beim Konzert der "Hitchhikers" zu Ausschreitungen kommen wie in ihrem Gründungsjahr 1965 auf der Frankfurter Waldbühne? Aber war das nicht beim Live-Auftritt eines gewissen Bill Haley damals? Oder doch schon bei den "Stones"? Keine Bange - die vier gut erhaltenen Herren mit Tutzinger und Gautinger Abitur (oder zumindest dem Versuch 1969) ließen es vorwiegend a n der Gitarre krachen statt mit der Gitarre.
Daniel Friedrich und
Werner Thüring zupfen noch heute einen flotten Darm, da steht ihnen
Matthias Friedrich am Bass nicht nach, und für
Wolfgang Thüring an den Drums gilt Entsprechendes:
Man könnte praktisch sagen, die Legende lebt und zwar in einem Alter (60plus), da man bei ähnlichen Dauerbrennern von Betreutem Wohnen auf der Bühne" spricht.
Im Bosco lieferten diese Fab Four nicht weniger als 36 Songs in drei Sets ab, das Konzert währte drei Stunden und füllte die schön ausgeleuchtete Tanzfläche fast von Anfang bis Ende. Beatles, Beachboys, Rolling Stones, der erwähnte Bill Haley, die Hollies, The Fifth Dimension - alles, was gut und teuer ist, war geboten.
Werner erzählte zwischendurch, man habe vor dem Revival-Auftritt "erst mal im Sitzen geprobt", aber dann sei ihnen irgendwann klar geworden, dass sie buchstäblich auch Steh-Vermögen würden zeigen müssen: "Habe mich nur gewundert, warum die Gitarre auf einmal so weit weg ist", spielt Thüring auf ein leichtes Senioren-Bäuchlein an. Na, wenn´s weiter keine Zipperlein gibt!
Den Originalen kamen die Cover-Versionen der Hitchhikers jedenfalls allesamt ziemlich nahe.
Sogar bei den typischen Lennon/McCartney-Gitarren-Extravaganzen wurde nicht gekniffen, höchstens mal ein wenig "harmonisch" abgekürzt. Der Gesang frisch und mit gelegentlichem "Yeah" garniert, Tempo und Wucht in keiner Weise seniorenmäßig abgemildert: Die - pardon - "Jungs" haben ihr Handwerk nicht verlernt und feierten eine triumphale Rückkehr an jenen Ort, den sie am 24.Januar 1970 schon einmal bespielt hatten. Das muss man sich ungefähr so vorstellen, als ob Stan Libuda noch einmal gegen Schottland das 3:2 schießt. Damit sich die vielen Tanzfreudigen auch mal ausruhen oder Getränkenach-schub besorgen konnten, wurde in den beiden Set-Pausen dann "Belastungsmaterial" aus den frühen Jahren gezeigt - liebevoll zusammengestellte Fotos und Videos, die nahezu wehmütige Erinnerungen wach riefen an eine Zeit, als Schauspieler Daniel Friedrich noch nicht Schauspieler war, sondern vielleicht mit dieser - wie hieß die doch gleich wieder? - als er mit dieser Brünetten auf dem Abi-Fest 1969 in Tutzing rum gemacht hat und jeder, der was auf sich hielt, rauchte und VW Käfer fuhr. Inzwischen ist Daniel längst Onkel, und seine Nichte singt ein paar wunderbare Eigenkompositionen an diesem in jeder Hinsicht denkwürdigen Abend. Man stellt fest: Es geht immer noch um Liebe in den Liedern, heute wie damals. Das waren natürlich noch Zeiten, als lockiges Haar und Schlaghosen Trumpf waren und im Winter so viel Schnee lag, wie es im Volksschullesebuch beschrieben stand: Auf dem körnigen Schmalfilm-Material ist das alles für die Ewigkeit festgehalten. Und die "Hitchhikers" singen
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Time is on my side
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von den Stones oder Sorry Suzanne von den Hollies, und alles ist (fast) wie einst. Sagt mal: War nicht Susanne der Name von dieser Brünetten?
Nach(t)kritik von Thomas Lochte
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