Karl Ernst war einer der mächtigsten Anführer der nationalsozialistischen Sturmabteilung (SA) und eine zentrale Figur im gewaltsamen Aufstieg des Regimes Adolf Hitlers – bis er selbst zum Opfer des nationalsozialistischen Terrors wurde. Seine Geschichte legt die innere Brutalität, Heuchelei und den Verrat offen, die das frühe NS-System prägten. Geboren 1904 in Berlin, schloss sich Ernst in den chaotischen Jahren nach dem Ersten Weltkrieg der SA an, den sogenannten Braunhemden. Die SA spielte eine entscheidende Rolle bei Hitlers Machtergreifung: Sie schüchterte politische Gegner ein, terrorisierte Juden und setzte die Macht der Nationalsozialisten auf den Straßen durch. Karl Ernst stieg rasch in der Hierarchie auf und wurde zum Anführer der Berliner SA, womit er in unmittelbare Nähe zu Ernst Röhm rückte, dem Oberbefehlshaber der SA und einem der frühesten Verbündeten Hitlers. Innerhalb der SA-Führung war Homosexualität weit verbreitet, wurde jedoch offiziell geleugnet – ein Widerspruch, der später gezielt ausgenutzt wurde. Ernst war, wie Röhm und andere führende SA-Männer, homosexuell. Dieses Faktum wurde toleriert, solange es politisch nützlich war, und gegen ihn verwendet, als sich die Machtverhältnisse verschoben. Bis 1934 hatten Größe und Ambitionen der SA die militärische Elite Deutschlands alarmiert und Hitlers Bündnis mit konservativen Kräften gefährdet. Diese Spannungen mündeten im Röhm-Putsch, der sogenannten Nacht der langen Messer im Juni 1934, als Hitler die Ausschaltung der SA-Führung anordnete. Als angebliche Verräter und Verschwörer gebrandmarkt, wurden Röhm und sein enger Kreis ohne Gerichtsverfahren verhaftet und ermordet. Karl Ernst wurde festgenommen, als er sich auf seine Hochzeitsreise vorbereitete, von der SS brutal verhört und schließlich im Alter von 29 Jahren von einem Erschießungskommando hingerichtet.
Die Säuberung beseitigte die SA als politische Macht, stärkte die SS und demonstrierte unmissverständlich, dass Loyalität unter der nationalsozialistischen Herrschaft keinen Schutz bot. Karl Ernst – einst ein gewalttätiger Vollstrecker des Regimes – wurde zu einem entbehrlichen Opfer von Hitlers Machtkonsolidierung.
Diese Dokumentation beleuchtet Karl Ernsts Biografie, die Rolle der SA, das Verhältnis der Nationalsozialisten zur Homosexualität, die Instrumentalisierung des § 175 sowie die Nacht der langen Messer als Wendepunkt auf dem Weg zur absoluten Diktatur – in der die Verbündeten von gestern zu den Feinden von heute wurden.
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