Willkommen zu dieser kraftvollen, geführten somatischen Routine zum Lösen von Schuld – einer tief sitzenden Emotion, die unser Nervensystem, unsere Körperhaltung und unser Selbstgefühl oft still und unbemerkt formt.
Ob Schuld aus vergangenen Entscheidungen entsteht, aus unerfüllten Erwartungen oder aus verinnerlichter Scham: Dieses Video bietet einen neurowissenschaftlich fundierten Zugang zu emotionaler Entlastung, Selbstvergebung und Regulation – durch verkörperte Bewegung und Atem.
Warum Schuld das Nervensystem beeinflusst
Schuld ist mehr als ein Gefühl – sie ist ein neurophysiologischer Zustand.
Verankert im limbischen System und häufig verstärkt durch soziale Konditionierung, löst Schuld eine Kaskade von Reaktionen im autonomen Nervensystem aus. Sie aktiviert den sympathischen Zweig (Kampf-Flucht-Reaktion) und führt zu muskulärer Anspannung, flacher Atmung und erhöhten Stresshormonen.
Mit der Zeit entstehen dadurch tief verankerte Spannungsmuster im Brustraum, im Bauch, im Zwerchfell und im Nacken – genau dort, wo Schuld sich somatisch speichert.
Doch Schuld ist nicht dafür gemacht, chronisch zu werden.
Ihre Funktion ist es, kurz aufmerksam zu machen, Reflexion anzustoßen – und sich dann wieder aufzulösen.
Wenn Schuld jedoch bleibt, wird sie zersetzend. Nicht wegen ihrer Botschaft, sondern wegen ihrer unvollendeten Präsenz im Körper. Genau hier setzt Nervensystemregulation an.
Die Wissenschaft hinter dem somatischen Lösen von Schuld
Diese Praxis integriert Erkenntnisse aus der Polyvagal-Theorie, der somatischen Psychologie und der Neuroplastizität, um den Körper aus sympathischer Aktivierung in ventral-vagale Sicherheit zu begleiten – den Zustand von Verbundenheit, geerdeter Präsenz und Selbstmitgefühl.
In diesem Video erfährst du unter anderem:
-Stimulation des Vagusnervs durch rhythmisches Klopfen, Atemarbeit und sanfte Haltungsveränderungen.
-Fasziale Entlastung und interozeptive Wahrnehmung, sodass Schuld auf zellulärer Ebene verarbeitet werden kann.
-Propriozeptiven Input, der alte motorisch-emotionale Muster von Schuld und Scham neu verschaltet.
-Aktivierung der Barorezeptoren im Nacken, was Herzratenvariabilität (HRV) und emotionale Balance unterstützt.
-Oxytocin-Freisetzung durch Selbstumarmung, als Gegengewicht zur isolierenden Wirkung von Schuld.
-Atemregulation durch kohärentes Atmen, die kortikale Klarheit und innere Ruhe fördert.
Diese somatischen Interventionen „reparieren“ Schuld nicht.
Sie bezeugen sie.
Und genau dadurch kann das Nervensystem den Zyklus vollenden: von Aktivierung hin zu Integration.
Schuld als somatische Erfahrung verstehen
Schuld lebt häufig in:
Dem Brustraum – wo schützende Haltungen und Spannung emotionalen Schmerz signalisieren.
Dem Bauch – dem „zweiten Gehirn“, in dem ungelöste Gefühle über das enterische Nervensystem weiterwirken.
Dem Zwerchfell – eingeschränkte Atemmuster spiegeln unausgesprochene emotionale Last.
Nacken und Schultern – somatische Metaphern für das „Tragen“ der Vergangenheit.
Das ist kein Zufall.
Es sind verkörperte Muster – Resultate neurochemischer Signale und langfristiger Haltungsprägung.
Wenn wir uns bewusst bewegen und mit Wahrnehmung atmen, entstehen neue neuronale Pfade.
Schuld beginnt weicher zu werden – nicht weil sie unterdrückt oder verleugnet wird, sondern weil sie vollständig gefühlt, gehalten und reguliert wird.
Durch Empfindung. Durch Atem. Durch Präsenz.
Genau hier beginnt nachhaltige Veränderung im Nervensystem.
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Disclaimer: Die Inhalte auf diesem Kanal dienen ausschließlich Bildungs- und Unterhaltungszwecken. Teresa Trieb übernimmt keine Haftung für Verletzungen, Schäden oder sonstige Folgen, die aus der Anwendung der Informationen oder Ratschläge in diesen Videos entstehen können. Mit deiner freiwilligen Teilnahme an den somatischen Übungen erklärst du dich einverstanden, dies auf eigenes Risiko zu tun und die volle Verantwortung für mögliche Folgen zu übernehmen.
Es wird empfohlen, vor Beginn der Übungen ggf. eine medizinische Fachperson zu konsultieren. Die gezeigten Praktiken sind als allgemeine Orientierung gedacht: achte stets auf die Signale deines Körpers und brich ab, wenn du dich unwohl fühlst. Solltest du Empfindungen wie Kribbeln, Gähnen, Zittern, Schwindel oder Benommenheit wahrnehmen, bleib ruhig – das sind normale Reaktionen des Nervensystems.
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