Am Morgen des 16. August 1943 entfaltete sich im ruhigen Dorf Kommeno in Epirus, Griechenland, ein brutales Massaker. Nur wenige Tage zuvor war eine kleine Gruppe von Partisanen kurz durch das Dorf gezogen und hatte Lebensmittel sowie Vorräte gesammelt. Obwohl die Dorfbewohner sich an keinen Kämpfen beteiligten, diente diese kurze Begegnung als Vorwand für eines der schrecklichsten Nazi-Verbrechen im besetzten Griechenland. Im Morgengrauen drangen etwa 120 schwer bewaffnete Soldaten der 12. Kompanie des Gebirgsjäger-Regiments 98, Teil der berüchtigten 1. Gebirgs-Division, unter dem Kommando von Oberleutnant Willibald Röser in Kommeno ein. Ohne Vorwarnung griffen sie an. Handgranaten wurden in die Häuser geworfen, Maschinengewehre streckten fliehende Zivilisten nieder, und ganze Familien wurden ermordet. Männer wurden erschossen, Frauen vergewaltigt und ermordet, und Säuglinge wurden ihren Müttern aus den Armen gerissen und getötet. Der örtliche Priester gehörte zu den ersten Opfern und wurde erschossen, während er um Gnade flehte. Der Angriff war bewusst terminiert. Die Dorfbewohner feierten eine Hochzeit und das Fest Mariä Himmelfahrt. Gäste aus benachbarten Dörfern waren angereist, sodass Kommeno besonders überfüllt war. Das Massaker dauerte sechs Stunden. Am Ende waren 317 Zivilisten tot – 172 Frauen, 97 Kinder, zwei Priester und das Brautpaar. Nahezu jedes Haus wurde niedergebrannt. In den folgenden Tagen verbreiteten die deutschen Behörden falsche Berichte und behaupteten, sie hätten eine Schlacht gegen bewaffneten Widerstand geführt. Die Wahrheit wurde begraben – im wörtlichen wie im politischen Sinne. Doch ein gewisses Maß an Gerechtigkeit folgte. Der Offizier, der den Angriff befohlen hatte, Josef Salminger, wurde Wochen später von Partisanen in einen Hinterhalt gelockt und getötet. Sein Vorgesetzter, General Walter Stettner, verschwand 1944 und gilt als von jugoslawischen Kräften hingerichtet. Heute steht das Massaker von Kommeno als mahnendes Symbol des Nazi-Terrors in Griechenland – jedes Jahr am 16. August wird der Opfer von den Überlebenden und den nachfolgenden Generationen gedacht.
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