Präsentiert wird eine Turmaufnahme des Geläutes der protestantischen Martin-Luther-Kirche in Winzingen, einem Stadtviertel von Neustadt an der Weinstraße.
Neustadt an der Weinstraße ist eine Kleinstadt in der Mitte der Pfalz und zählt ca. 50.000 Einwohner.
Nachdem die "Alte Winzinger Kirche" in der Nachkriegszeit zu klein für die wachsende Gemeinde wurde, beschloss das Presbyterium im Jahr 1955 den Bau einer neuen Kirche. Nachdem ein passendes Grundstück gefunden wurde, wurde die Kirche schließlich in den Jahren 1963-65 nach den Plänen des Architekten Hansgeorg Fiebinger, zunächst ohne Glockenturm, erbaut. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1966 und wurde von der Firma Steinmeyer aus Oettingen hergestellt.
Das Glockengeläute wurde bereits im Jahr 1965 bei der Glockengießerei Schilling in Heidelberg in Auftrag gegeben, obwohl zu dieser Zeit noch kein Glockenturm vorhanden war. Für das neue, fünfstimmige Geläute wurde sowohl die verbliebene Bronzeglocke der alten Winzinger Kirche als auch eine verbliebene Bronzeglocke der Stiftskirche, welche nach der Anschaffung des Gussstahlgeläutes der Winzinger Gemeinde geschenkt wurde, eingeschmolzen. Die Glocken wurden mit Rippenprogression gegossen, sodass sich das Gesamtgeläute optimal zusammenmischt. Als die Glocken 1965 an der Martin-Luther-Kirche ankamen, wurden diese erstmal für einige Jahre unter der Orgelempore auf Paletten abgestellt. Der ursprünglich vorgesehene, 42-Meter hohe Kirchturm konnte aus Kostengründen nicht realisiert werden, daher wurde 1967 erörtert, einem stark vereinfachten, deutlich niedrigeren Glockenträger zu errichten. In den folgenden Jahren wurde schließlich der freistehende Glockenturm aus aufeinander gestapelten Beton-Fertigteilen errichtet. Nach der Vollendung des nun 22-Meter-hohen Campaniles, dessen Glockenstube genau die richtigen Proportionen für das neue Geläute hat, wurden die fünf neuen Glocken schließlich im Jahr 1971 im Turm aufgehängt und konnten das erste Mal geläutet werden. Sie hängen alle übereinander in einem Stahlglockenstuhl an geraden Stahljochen. Die Akustik des Betonturms ist ausgezeichnet, das Geläute fließt mit kräftiger, halliger Lautstärke nach außen. Das Geläute besitzt eine differenzierte Läuteordnung. Alle fünf Glocken sind nur an Festtagen zu hören.
GLOCKENDATEN:
Glocke 1: Christusglocke, d‘, F. W. Schilling/Heidelberg 1965, leichte Rippe, 1401 kg, d= 1337 mm
Glocke 2: Glaubensglocke, f‘, F. W. Schilling/Heidelberg 1965, leichte Rippe, 770 kg, d= 1102 mm
Glocke 3: Gebetsglocke, g‘, F. W. Schilling/Heidelberg 1965, mittlere Rippe, 628 kg, d= 984 mm
Glocke 4: Hoffnungsglocke, b‘, F. W. Schilling/Heidelberg 1965, mittelschwere Rippe, 410 kg, d= 853 mm
Glocke 5: Taufglocke, d“, F. W. Schilling/Heidelberg 1965, schwere Rippe, 300 kg, d= 755 mm
ABLAUF DES VIDEOS:
0:00 Intro
0:15 Einzelglocken
0:24 Glocke 5 d"
2:25 Glocke 4 b'
4:35 Glocke 3 g'
7:00 Glocke 2 f'
9:30 Glocke 1 d'
12:35 Vollgeläute d' f' g' b' d"
Diese Aufnahme entstand gesondert.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Verantwortlichen der Martin-Luther-Gemeinde für die Ermöglichung der Aufnahmen und bei @Angelusglocke für die Organisation und Noel für den tollen, gemeinsamen Tag!
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