Wer kennt das nicht, da wurde ein Rückruf sauber erarbeitet und dann funktioniert er irgendwann nicht mehr so gut, dabei weiß der Hund doch, was man will. Aber er tut es nicht, weil er gelernt hat, nicht mehr IMMER zu hören. Auch wenn wir das nicht gerne wahrhaben wollen, WIR haben es ihm beigebracht, genau so, wie das Ziehen an der Leine. Durch Inkonsequenz oder ggf. weil wir den Trainingsstand unseres Hundes überschätzt haben.
Deshalb habe ich für meine Dackel immer auch einen Super-Duper-Rückruf erarbeitet, diesen Rückruf habe ich ganz sauber mit hoher Motivationslage mit ihnen erarbeitet, immer wieder geübt, aber er ist quasi ein Notfall-Rückruf, kein Alltags-Rückruf. Dazu habe ich ein Wort gewählt, das in meinem Alltag nicht vor kommt, das auch andere Menschen nicht benutzen und das in einer freundlichen Tonlage ausgesprochen wird, quasi zwangsweise. Denn in Stresssituationen schlägt sich der Stress / Ärger / Wut in unserer Stimme nieder und kommt so beim Hund an, das gilt es zu vermeiden, denn wer kommt schon gerne, wenn er weiß, das ihm Ärger droht?
Das Training besteht aus 2 Elementen:
1. Aufbau der Motivation und des Interesses an dem Zergel, das abgelegt wird und an dem man wieder und wieder mit ih m vorbei geht. Zusätzlich fördert das die Impulskontrolle. Element 1 - sollte über längere Zeit intensiv erarbetet werden, BEVOR man mit Element 2 beginnt.
2. Aufbau des Rückrufs - mit dem Super-Duper-Rückruf-Wort/Wortfolge - das ist ganz simpel, wenn der Hund völlig erpicht auf das Zergel ist, reicht es, ihn in hoher Stimmlage zu rufen, das Zergel an der Schnur fallen zu lassen , dann kommt der Hund sicher angeschossen, weil dieses Wort erstmal neugierig macht und ab dem ersten Durchlauf der Joker ist für die Aushändigung des Super-Zergels und einem wilden Spiel. Element 2 ist easy peasy, wenn Element 1 sauber gearbeitet wurde.
Wichtig, für das Training des Super-Duper-Rückrufs muss der Hund über einige Grundlagen verfügen:
1. er muss das Kommando "Warte" beherrschen und zwar nicht nur kurz den Bauch auf den Boden drücken und dann aufspringen, sondern hinlegen, akzeptieren, dass sein Mensch sich entfernt zum Ausbringen des Zergels und liegen bleiben, bis die Freigabe erfolgt.
Alterantiv das Kommando "Warte" - dabei kann der Hund frei entscheiden, ob er stehen bleibt oder sich hinsetzt/hinlegt. Platz hat aus meiner Sicht den Vorteil, es wird weniger schnell vom Hund selbst aufgelöst.
2. er muss bei Fuß gehen können, denn sonst brettert er in die Leine und kann mal eben zum Zergel hinspringen oder er zieht an der Leine, was nun gewiss nicht förderlich ist.
Folgende Kommandos sind aus meiner Sicht hilfreich und ich wollte nicht auf sie verzichten, ihr Fehlen hindert aber nicht den Aufbau des Rückrufs.
3. er muss das Kommando "Aus" kennen und befolgen
4. er muss Warten können, während man das Zergel vor seiner Nase bewegt, das fördert die Impulskontrolle des Hundes
5. wenn er apportieren kann, erweitert das die Möglichkeit der Zergelbelohnung
Ich habe die schriftliche Zusammenfassung bestmöglich gemacht, aber es mag sein, dass ich einen Schritt nicht erwähnt habe, so etwas kann schnell passieren. wenn Euch etwas unlogisch oder nicht verständlich erscheint, scheut bitte nicht zu fragen.
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