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Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus (auch Muß i denn zum Städtele ’naus) ist ein von Friedrich Silcher adaptiertes und 1827 erstmals publiziertes deutsches bzw. schwäbisches Volkslied.
Friedrich Silchers Vorlage zu Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus ist nicht überliefert. Silcher hat zumindest die Melodie übernommen, denn er erwähnte sie Ludwig Uhland gegenüber als „altwürttembergische Melodie“, oft wird auf das Remstal als Herkunftsort verwiesen. Der zu dieser Melodie ursprünglich gesungene Text ist nicht überliefert. Silcher jedenfalls griff auf diese traditionelle Melodie zurück und integrierte zwei Strophen, die der befreundete Stuttgarter Gelegenheitsdichter Heinrich Wagner (1783–1863) 1824 neu verfasst hatte, als zweite und dritte Strophe. In Friedrich Silchers zweitem Heft der „Volkslieder, gesammelt und für vier Männerstimmen gesetzt“ (opus 8 Nr. 12) erschien das Lied in dieser Form erstmals im Jahr 1827 auf Seite 16.Wagner veröffentlichte den in schwäbischer Mundart gehaltenen Liedtext mit der anonymen Eingangsstrophe 1833 im vierten Band seiner Sammlung „Stech-Palmen. Satyrisches und Lyrisches aus Süd-Deutschland“ auf Seite 154.
Audio-Version auf: https://www.liederprojekt.org
Mitsing-Fassung. Violine: Christine Busch; Klavier: Juliane Ruf
Text:
1. Muss i denn, muss i denn
zum Städtele 'naus, Städtele 'naus,
und du, mein Schatz, bleibst hier?
Wenn i komm, wenn i komm, wenn i wiedrum komm,
wiedrum komm kehr i ein, mein Schatz, bei dir.
Kann i gleich nit all weil bei dir sein,
han i doch mein Freud an dir;
wenn i komm, wenn i komm, wenn i wiedrum komm,
wiedrum komm, kehr i ein, mein Schatz, bei dir.
2. Wie du weinst, wie du weinst,
dass i wandere muss, wandere muss,
wie wenn d'Lieb jetzt wär vorbei;
sind au drauß, sind au drauß der Mädele viel,
Mädele viel, lieber Schatz, i bleib dir treu.
Denk du net, wenn i en andre seh,
so sei mein Lieb vorbei,
sind au drauß, sind au drauß der Mädele viel,
Mädele viel, lieber Schatz, i bleib dir treu.
3. Übers Jahr, übers Jahr,
wenn me Träubele schneidt, Träubele schneidt,
stell i hier mi wiedrum ein;
bin i dann, bin i dann dein Schätzele noch,
Schätzele noch, so soll die Hochzeit sein.
Übers Jahr, da ist mein Zeit vorbei,
da gehör i mein und dein,
bin i dann, bin i dann dein Schätzele noch,
Schätzele noch, so soll die Hochzeit sein.
Melodie und Strophe 1 von Friedrich Silcher (1789–1860), 1827 (Abschied), vermutlich nach einer älteren Vorlage, Strophen 2 und 3 von Heinrich Wagner (1783–1863). Später rhythmisch leicht verändert.
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