Während des Zweiten Weltkriegs war Hans Aumeier einer der brutalsten und sadistischsten SS-Offiziere im nationalsozialistischen Konzentrationslagersystem – ein Mann, dessen Laufbahn die Eskalation des Terrors von früher Repression bis hin zum industrialisierten Massenmord nachzeichnet. Er wurde 1906 in Amberg im damaligen Deutschen Kaiserreich geboren und trat bereits 1929 der SS bei, womit er zu ihren frühen Mitgliedern zählte und rasch in den engeren Machtbereich Heinrich Himmlers aufstieg. Von Beginn an erwies er sich als idealer Funktionsträger für das System der Grausamkeit, das die SS aufbaute. Aumeiers Karriere im Lagersystem begann im Konzentrationslager Dachau, dem Prototyp aller späteren Lager, in dem SS-Wachmannschaften darauf gedrillt wurden, mit Angst, Folter und bedingungslosem Gehorsam zu herrschen. Später war er in Esterwegen, Lichtenburg, Buchenwald und Flossenbürg eingesetzt, wo er sich den Ruf äußerster Brutalität erwarb. In Flossenbürg wurden Häftlinge unter seinem Kommando geschlagen, ausgepeitscht und in den Suizid getrieben. Er führte persönlich Hinrichtungen durch und führte Strafmaßnahmen ein, die so grausam waren, dass Hunderte Menschen bei sogenannten Stehstrafen starben, die bis zu vierzig Stunden andauerten. Im Januar 1942 wurde Aumeier nach Auschwitz versetzt, wo seine Grausamkeit neue Dimensionen erreichte. Als stellvertretender Lagerkommandant wurde er zu einem der gefürchtetsten Männer des Lagers. Häftlinge sagten aus, dass er Gefangene täglich misshandelte, willkürlich erschoss und offen erklärte, niemand könne die von ihm geschaffenen Bedingungen länger als drei Monate überleben. Er war unmittelbar an Massenhinrichtungen im Block 11 beteiligt, ordnete die Erschießung von Frauen an und wirkte an brutalen Vergeltungsmaßnahmen nach Fluchtversuchen mit. Aumeier herrschte in Auschwitz durch Terror, alkoholgetriebene Gewalt und hemmungslosen Sadismus. Nachdem er beim Diebstahl von Wertgegenständen ermordeter Häftlinge ertappt worden war, wurde er versetzt und mit dem Aufbau des Konzentrationslagersystems Vaivara in Estland beauftragt, wo bei Selektionen Tausende Menschen ermordet wurden. Ende 1944 übernahm Aumeier das Kommando über die Kauferinger Außenlager von Dachau. Dort forderten Hunger, Krankheiten, Hinrichtungen und Todesmärsche den Tod von etwa der Hälfte der Häftlinge. Nach Kriegsende wurde Aumeier gefangen genommen. Er bestritt sämtliche Verbrechen, erklärte sich für unschuldig und stellte sich als Sündenbock dar. Die Beweislage zeichnete jedoch ein anderes Bild. Im Jahr 1947 verurteilte ihn das Oberste Nationale Tribunal Polens zum Tode. Hans Aumeier wurde im Januar 1948 hingerichtet – einer der wenigen Täter aus Auschwitz, die tatsächlich zur Rechenschaft gezogen wurden.
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