Dieses Lied habe ich im April 2025 geschrieben, inspiriert von der Idee einer stürmischen, glücklichen Liebe und von der Ernennung Mit einem Herz das hofft,
mit einem Herz das lacht,
hab ich angeklopft,
das Schicksal aufgemacht
Die Blumen in der Hand,
wie es Rosalina geht,
die Stimme weich wie Samt,
als wäre es ein Gebet
Doch die Tür fällt ins Schloss
und ich steh allein vor dem weißen Schloss
Neuschwanenstein.
Doch die Blumen sind noch gut
und mein Eifer frisch.
Also fass ich Mut
und erklimme dramatisch
die Fassadenwand,
die Blumen im Mund.
Welch wunderschönes Land
und welch ein Abgrund
"Rosalina" rufe ich.
Rosalina schaut hinaus
und dann sieht sie mich
und sieht bezaubernd aus.
War wohl der falsche Turm,
doch das Fenster ist auf.
Die Liebe ist ein Sturm,
also nehm` ich es in Kauf.
Wir sprechen erstmal scheu
auf zwanzig Meter Distanz,
dann verlieben wir uns neu,
wie beim ersten Tanz.
"Ich gehe dann mal rein".
Es fühlt sich komisch an,
doch flammender Kerzenschein
empfängt mich alsdann.
"Halt, warte!", ruft sie mich.
"Ich komm` lieber zu dir.
Es ist unglaublich
unübersichtlich hier!"
Gesagt, getan, es klopft.
Mit federleichtem Gang
und einem Herz, das pocht
vor feuerroten Wang
öffne ich die Tür.
"Das ging aber fix!",
das Schicksal steht vor mir.
Ich mache einen Knicks.
"So geht das aber nicht.
Liebe in allen Ehr`n.
Nicht nur das Gesicht,
auch wie wir es begehr`n
ist entscheidend. Nicht nur Glück
hat ein Mitspracherecht.
Deshalb nun pflück`
im Wald, dort, wo der Specht
klopft und hämmert da,
beim Blumenhain im Tal,
einen in Blumenstrauß,
ein paar rote deiner Wahl.
Rote hat sie gern.
Doch achte auch darauf
dass du blauen Goldstern
und Scharfgarbe vom Strauch.
Inmitten von sattem Grün,
am Rand als Garnitur.
Das macht die Blumen kühn,
wie Artus Exkalibur.
So mache ich mich auf,
instruiert und flott,
mit hochrotem Kopf,
wie feinster Kirschkompott.
Der Specht lokalisiert,
gefunden mit dem Ohr,
zum Blumenhain erspürt,
ich riech`ich noch bevor
ich ihn sehen kann,
in seiner hellen Pracht.
Der Duft, er fühlt sich an,
wie, wenn alles lacht.
Der Strauß zusammengestellt,
ein Flug durch Wolken gleich,
auf dem Blumenfeld,
in mir das Himmelreich,
fliege ich zurück,
die Blumen duften gut,
bringen mit das Glück
und den rechten Mut.
So klopfe ich erneut,
am Schlosstor aufgeregt,
glücklich, hoch erfreut
und lächelnd unentwegt.
Das Holz gleitet entzwei.
Ich geh` hindurch und schweb,
wie durch Zauberei,
gleich einer guten Fee
über Pflasterstein,
an Gemäuern stolzer Zeit,
warmem Kerzenschein,
der die Dunkelheit befreit,
vorbei an wildem Wein,
der klettert bis zum Tor,
rankt, wie Rubingestein,
glitzern hoch empor.
Der Himmel ist ein Bild.
Ein Palast aus Wind verleiht,
diesem Schloss hier mild,
ein` Hauch Ewigkeit.
Rosalina lieb
und reizend,
wie sie ist, ruft nach mir: "Siegfried!
Zeig mir, wo du bist!"
Rosalina steht,
am Fuß des Turmes der
ein helles Blumenbeet
bei sich beherbergt.
Blumen aller Art,
auch die in meiner Hand.
Das hätte es mir erspart,
den Gang ins wilde Land.
Doch hier mein Schatz für dich.
Rosalina du
bist ein schönes Licht,
im Herzen voller Ruh`.
Wie glücklich mich das stimmt.
Bist du diese Frau,
die diese Blumen nimmt?
Schau, diese hier sind blau!"
Sie lächelt und lacht auch
tief in sich hinein.
Dort in ihren Bauch,
wo Schmetterlinge sein
und Lieder aufgespielt
und Blumen blühen müssen.
Nun, Freund, gut gezielt.
Vielleicht darfst du die Frau jetzt küssen.
Till Batzdorf
Информация по комментариям в разработке