00:00 Trauma release exercises
00:52 Was ist Trauma?
03:00 Warum dein Körper so reagiert
06:15 Erster Schritt zur Heilung
08:01 Warum zusammenreißen nichts bringt
10:30 Was Heilung bedeutet
Angststörungen, Zwänge und Depressionen überwinden mit meinem Metakognitiven Kurs:
https://juan-der-spanier.de/
Hier geht es zu meinen Büchern:
📖 Buch Zwangsgedanken erfolgreich überwinden:
https://amzn.to/3SF5zF7
📖 Buch Angststörungen & Panikattacken loslassen:
https://amzn.to/3SA51jN
Für Affiliates: https://www.digistore24.com/signup/60...
____________________
Alle mit * gekennzeichneten Link sind Affiliate-Links (Anzeigen). Kommt über einen dieser Links ein Kauf zustande, so erhalten wir eine kleine Provision. Das unterstützt diesen Kanal. Für euch entstehen dadurch keine Mehrkosten. Wie Trauma im Körper „gespeichert“ ist
Trauma ist nicht nur eine Erinnerung im Kopf. Es ist eine körperliche Erfahrung, die sich tief in das Nervensystem, die Muskeln, die Atmung und sogar in Organe einschreibt. Man könnte sagen: Der Körper erinnert sich, auch wenn der Verstand längst weitergehen möchte.
1. Das Nervensystem: Dauerhafter Alarmzustand
Bei einem Trauma erlebt der Körper extreme Bedrohung, Überforderung oder Hilflosigkeit. In diesem Moment schaltet das autonome Nervensystem auf Überleben um:
Kampf (fight)
Flucht (flight)
Erstarrung (freeze)
Unterwerfung/Kollaps (fawn/shutdown)
Wenn die Situation nicht vollständig verarbeitet werden kann, bleibt das Nervensystem teilweise in diesem Zustand stecken.
Folgen im Alltag:
ständige innere Anspannung
schnelle Schreckhaftigkeit
Gefühl von „nie richtig sicher sein“
Erschöpfung trotz wenig Belastung
Schwierigkeiten, zur Ruhe zu kommen
Der Körper verhält sich, als sei die Gefahr noch da – auch wenn sie objektiv vorbei ist.
2. Muskeln und Faszien: Gehaltene Spannung
Trauma zeigt sich oft als chronische Muskelanspannung. Bestimmte Körperbereiche halten Schutzspannung aufrecht:
Nacken & Schultern: Last tragen, Verantwortung, Wachsamkeit
Kiefer: Zurückgehaltene Worte, unterdrückte Wut oder Angst
Brust: Schutz des Herzens, eingeschränkte Atmung
Bauch: Angst, Kontrollverlust, „Bauchgefühl nicht sicher“
Becken & Beine: Flucht- oder Erstarrungsimpulse
Diese Spannung ist nicht willentlich – sie ist ein unbewusster Schutzmechanismus.
Der Körper sagt damit: „Ich muss bereit sein.“
3. Atmung: Flach, angehalten oder unruhig
Viele traumatisierte Menschen atmen:
sehr flach
unregelmäßig
oder halten unbewusst die Luft an
Das passiert, weil tiefe Atmung im Trauma als „zu offen“ oder „unsicher“ erlebt wurde.
Der Körper lernt: weniger fühlen = sicherer sein.
Langfristig führt das zu:
innerer Unruhe
Schwindel oder Engegefühl
Erschöpfung
Gefühl, „nicht richtig im Körper zu sein“
4. Verdauung & Organe: Stress von innen
Der Körper priorisiert im Trauma das Überleben – nicht die Verdauung. Deshalb sind häufig:
Reizdarm, Magenschmerzen
Übelkeit
Appetitlosigkeit oder Heißhunger
unerklärliche Bauchbeschwerden
Der Bauch reagiert besonders sensibel, weil dort viele Nerven des Vagusnervs sitzen – einer zentralen Verbindung zwischen Körper und Gefühl.
5. Körperempfindungen ohne klare Ursache
Trauma kann sich zeigen als:
Druck im Brustkorb
Kälte oder Hitze
Taubheit
Zittern
Herzklopfen
Enge oder Leere
Diese Empfindungen sind oft schwer in Worte zu fassen. Sie sind körperliche Erinnerungen, keine bewussten Gedanken.
Der Körper erinnert sich an das Wie es sich angefühlt hat, nicht an das Was genau passiert ist.
6. Dissoziation: Wenn der Körper sich entfernt
Manchmal schützt sich der Körper, indem er „abschaltet“:
Gefühl, neben sich zu stehen
sich fremd im eigenen Körper fühlen
wenig Schmerz oder Emotion spüren
„wie hinter Glas“
Das ist kein Versagen, sondern ein Überlebensmechanismus, der einmal sehr wichtig war.
7. Warum Reden allein oft nicht reicht
Trauma entsteht im Körper – und muss auch über den Körper verarbeitet werden.
Reines Verstehen hilft, aber der Körper braucht:
Sicherheit
langsame Regulation
neue körperliche Erfahrungen von Kontrolle und Ruhe
Erst dann kann er lernen: „Es ist vorbei. Ich bin jetzt sicher.“
Zusammengefasst
Trauma im Körper bedeutet:
ein Nervensystem, das nicht abschalten kann
Muskeln, die schützen wollen
Atmung, die vorsichtig geworden ist
Organe, die unter Dauerstress stehen
Empfindungen, die keine Worte haben
Der Körper trägt die Geschichte weiter, nicht um zu quälen, sondern um zu überleben.
Информация по комментариям в разработке